Adipositas

Übergewicht

Inhaltliche QualitätssicherungDr. rer. nat. Till Schumacher (Apotheker)

Disclaimer: Der nachfolgende Beitrag dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und kann weder eine individuelle ärztliche Beratung noch eine ärztliche Diagnostik ersetzen. Im Falle von Beschwerden sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Adipositas ist mehr als nur „ein paar Kilos zu viel“. Sie beschreibt eine chronische Erkrankung, bei der sich übermäßig viel Fettgewebe im Körper ansammelt – mit möglichen Folgen für Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat und das psychische Wohlbefinden. Nachfolgend gehen wir darauf ein was Adipositas ist, wie sie in unterschiedliche Grade eingeteilt und diagnostiziert wird. Zudem beleuchten wir wie verbreitet sie ist und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Was ist Adipositas?

Adipositas ist eine chronische Erkrankung, bei der das Körperfett in einem solchen Ausmaß vermehrt ist, das damit gesundheitliche Risiken einhergehen. Hierunter ist nicht nur ein erhöhtes Körpergewicht im allgemeinen Sinne zu verstehen, sondern eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe, das den Organismus auf unterschiedliche Weise belasten kann.

Zu berücksichtigen ist hierbei, dass das Fettgewebe nicht nur als passiver Energiespeicher dient; sondern stoffwechselaktiv ist und an Entzündungsprozessen, hormonellen Veränderungen und der Regulation verschiedener Körperfunktionen beteiligt sein kann. Nimmt das Fettgewebe stark zu, kann dies den Organismus langfristig belasten. Genau hier drin liegt die medizinische Relevanz der Adipositas: Sie kann das Risiko für weitere Erkrankungen erhöhen und sich auf Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität auswirken.

Adipositas: Grade

Adipositas wird in die Schweregrade 1 bis 3 eingeteilt. Diese Einteilung dient dazu, das Ausmaß des erhöhten Körpergewichts zu bewerten und gesundheitliche Risiken genauer einzuordnen. Hintergrund hierfür ist, dass mit zunehmenden Schweregrad auch das Risiko für Begleiterkrankungen und körperliche Einschränkungen steigt. Als Grundlage für die Klassifizierung dient in der Regel der Body-Mass-Index (BMI), der das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße ausdrückt.

Grad 1

Von Adipositas Grad 1 spricht man in der Regel bei einem BMI von 30 bis 34,9. Dieser Bereich markiert den Übergang von Übergewicht zu einer behandlungsbedürftigen Adipositas. Auch wenn die körperlichen Einschränkungen in diesem Stadium nicht bei allen Betroffenen stark ausgeprägt sind, handelt es sich bereits um eine medizinisch relevante Gewichtserhöhung, die langfristig mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann.

Grad 2

Eine Adipositas Grad 2 liegt üblicherweise bei einem BMI von 35 bis 39,9 vor. In diesem Bereich steigt das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich an. Zu den möglichen Folgeerkrankungen können unter anderem Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Typ-2-Diabetes oder Schlafstörungen gehören.

Grad 3

Adipositas Grad 3 beginnt ab einem BMI von 40. Diese Form wird auch als schwere oder morbide Adipositas bezeichnet. Sie ist mit einem besonders hohen Risiko für gesundheitliche Folgeschäden verbunden und geht häufig mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität einher.

Adipositas: Verbreitung

Adipositas ist mittlerweile weit verbreitet und betrifft nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche. Aus den vorliegenden Daten geht hervor, dass die Erkrankung in allen Altersgruppen vorkommt, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Während sich bei Erwachsenen langjährige Lebensgewohnheiten, berufliche Belastungen und Bewegungsmangel häufig stärker auswirken, spielen bei Kindern und Jugendlichen zusätzlich familiäre, soziale und entwicklungsbedingte Faktoren eine Rolle.

Erwachsene

Bei Erwachsenen ist Adipositas in Deutschland seit Jahren auf einem hohen Niveau verbreitet. Nach Daten des Robert Koch-Instituts waren 2019 insgesamt 53,5 % der Erwachsenen übergewichtig, also einschließlich Adipositas. Die Adipositasprävalenz allein lag bei 19,0 %. Damit war rund jede fünfte erwachsene Person betroffen. Männer waren insgesamt häufiger übergewichtig als Frauen: 60,5 % der Männer und 46,6 % der Frauen lagen im Bereich von Übergewicht oder Adipositas.

Auffällig ist zudem, dass die Häufigkeit mit dem Alter zunimmt. Das Robert Koch-Institut weist außerdem darauf hin, dass Adipositas in unteren Bildungsgruppen deutlich häufiger vorkommt als in oberen Bildungsgruppen. Die Verbreitung bei Erwachsenen lässt sich daher nicht allein mit individuellen Lebensgewohnheiten erklären, sondern steht auch mit sozialen und strukturellen Faktoren in Zusammenhang.

Kinder

Auch bei Kindern und Jugendlichen ist Adipositas ein relevantes Gesundheitsthema. Nach Ergebnissen des Robert Koch-Instituts sind 15,4 % der Kinder und Jugendlichen von Übergewicht betroffen, 5,9 % haben eine Adipositas. Die WHO-bezogene Einordnung des Statistischen Bundesamtes nennt für Deutschland für das Jahr 2022 einen Adipositasanteil von 8 % bei den 5- bis 19-Jährigen. Die Zahlen unterscheiden sich zwar je nach Datengrundlage, machen aber übereinstimmend deutlich, dass das Problem bereits in jungen Jahren beginnt.

Hinzu kommt, dass die Häufigkeit mit zunehmendem Alter ansteigt. Das Robert Koch-Institut berichtet außerdem, dass Kinder und Jugendliche mit niedrigem sozioökonomischem Status deutlich häufiger von Übergewicht und Adipositas betroffen sind als Gleichaltrige mit hohem sozioökonomischem Status. Gerade bei jungen Menschen ist die Verbreitung deshalb besonders ernst zu nehmen, weil sich frühe Gewichtsentwicklungen häufig bis ins Erwachsenenalter fortsetzen können.

Adipositas: Ursachen

Adipositas entsteht in der Regel durch das Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren. Dazu zählen vor allem Ernährung und Bewegung, aber auch genetische Voraussetzungen, bestimmte Erkrankungen und psychische Belastungen. Wie stark die einzelnen Faktoren ins Gewicht fallen, kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein.

Gerade deshalb ist es wichtig, Adipositas nicht vorschnell auf mangelnde Disziplin zu reduzieren. Die folgenden Ursachen zeigen, was bei der Entstehung von Adipositas eine Rolle spielen könnte.

Ernährung

Die Ernährung ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren bei der Entstehung von Adipositas. Eine Gewichtszunahme entsteht grundsätzlich dann, wenn dem Körper über längere Zeit mehr Energie zugeführt wird, als er verbraucht. Dabei geht es nicht nur um einzelne „ungesunde“ Lebensmittel, sondern vor allem um ein dauerhaftes Muster aus hoher Kalorienzufuhr und unzureichendem Energieverbrauch. Besonders begünstigend wirken Lebensmittel mit hoher Energiedichte, also Produkte, die viele Kalorien auf vergleichsweise kleine Mengen liefern.

Problematisch sind vor allem stark verarbeitete Lebensmittel, die reich an Zucker, Fett und schnell verfügbaren Kohlenhydraten sind. Sie lassen sich oft leicht in größeren Mengen verzehren und führen nicht immer zu einer lang anhaltenden Sättigung. Dadurch kann die tägliche Energieaufnahme deutlich steigen. Auch kalorienhaltige Getränke wie Softdrinks, Säfte oder alkoholische Getränke spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle, da sie zusätzliche Energie liefern, aber häufig nicht in gleicher Weise sättigen wie feste Nahrung.

Hinzu kommt auch das Essverhalten selbst: Regelmäßig große Portionen, häufiges Essen zwischendurch oder sehr energiereiche Mahlzeiten tragen dazu bei, dass die Kalorienzufuhr dauerhaft über dem tatsächlichen Bedarf liegt.

Bewegung

Auch ein Bewegungsmangel ist ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Adipositas. Wer sich im Alltag nur wenig bewegt, verbraucht insgesamt weniger Energie, sodass ein gleichzeitig bestehender Kalorienüberschuss leichter zu einer Gewichtszunahme führt. Dabei geht es nicht nur um fehlenden Sport, sondern auch um die allgemeine Alltagsaktivität. Langes Sitzen im Beruf, wenig Wege zu Fuß und eine überwiegend bewegungsarme Freizeit tragen dazu bei, dass der Energieverbrauch dauerhaft niedrig bleibt.

Hinzu kommt, dass regelmäßige körperliche Aktivität nicht nur Kalorien verbraucht, sondern auch den Stoffwechsel günstig beeinflusst. Bewegung trägt dazu bei, Muskelmasse zu erhalten oder aufzubauen; die Muskulatur wiederum erhöht den Energieverbrauch des Körpers.

Im übrigen besteht häufig ein wechselseitiger Zusammenhang zwischen Adipositas und Bewegungsmangel: Mit steigendem Körpergewicht fallen körperliche Aktivität, Belastung und Sport vielen Betroffenen schwerer, etwa wegen Kurzatmigkeit, Gelenkbeschwerden oder einer eingeschränkten Belastbarkeit. Dadurch sinkt die Bewegung oft weiter, was die Gewichtszunahme zusätzlich begünstigen kann.

Genetik

Auch genetische Faktoren können zur Entstehung von Adipositas beitragen. Einige Personen haben erblich bedingt eine höhere Neigung, Gewicht zuzunehmen oder Körperfett leichter anzusetzen. Zudem kann die genetische Veranlagung beeinflussen, wie stark das Hungergefühl ausgeprägt ist, wie schnell ein Sättigungsgefühl eintritt und wie hoch der individuelle Energieverbrauch des Körpers ausfällt. Hierdurch reagieren Menschen unterschiedlich auf dieselben Lebensbedingungen.

Die Genetik ist jedoch in der Regel nicht die alleinige Ursache. Eine vorhandene erbliche Veranlagung bedeutet nicht zwangsläufig, dass Adipositas entstehen wird, sondern nur, dass das Risiko unter ungünstigen Bedingungen erhöht sein kann. Ob sich tatsächlich eine Adipositas entwickelt, hängt meist davon ab, wie genetische Faktoren mit der Ernährung, Bewegung etc. zusammenwirken. Insofern schafft die Genetik eher die Anfälligkeit und keine Vorbestimmung.

Psyche

Essen dient einigen Personen nicht immer nur der körperlichen Sättigung, sondern wird teilweise auch als Reaktion auf Stress, Frust, Überforderung, Einsamkeit oder innere Anspannung eingesetzt. Die Energieaufnahme erfolgt also in erster Linie nicht aufgrund von Hunger, sondern aufgrund eines emotionalen Bedürfnisses. Wenn solche Verhaltensweisen häufiger auftreten, kann es langfristig zu einer erhöhten Kalorienzufuhr und damit zu einer Gewichtszunahme kommen.

Psychische Faktoren können an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Adipositas wesentlich beteiligt sein. Das betrifft insbesondere Situationen, in denen Essen in erster Linie nicht der körperlichen Sättigung dient, sondern zur Regulation von Gefühlen eingesetzt wird. Stress, innere Anspannung, Frustration etc. können dazu führen, dass die Nahrungsaufnahme eine kurzfristig entlastende oder beruhigende Funktion übernimmt. Auf diese Weise kann sich ein Essverhalten entwickeln, bei dem die Energiezufuhr über dem tatsächlichen Bedarf liegt.

Darüber hinaus beeinflusst die Psyche häufig auch die allgemeinen Lebensgewohnheiten. Schlafstörungen, depressive Symptome, Angststörungen etc. können die Motivation für Bewegung oder eine ausgewogene Ernährung deutlich beeinträchtigen. Gleichzeitig fällt es unter psychischer Belastung oft schwerer, Impulse zu kontrollieren und das Essverhalten bewusst zu steuern und langfristige Veränderungen konsequent umzusetzen.

Adipositas: Symptome

Adipositas verursacht nicht bei allen Betroffenen sofort abgrenzbare Beschwerden. Häufig entwickelt sie sich über längere Zeit und macht sich zunächst eher durch eine zunehmende körperliche Belastung im Alltag bemerkbar. Typisch ist zudem, dass nicht nur das erhöhte Körpergewicht selbst, sondern auch funktionelle Einschränkungen und erste Folgeprobleme die Beschwerden prägen.

Mögliche Symptome und alltagsrelevante Beschwerden sind insbesondere:

  • Kurzatmigkeit, vor allem bei körperlicher Belastung;
  • vermehrtes Schwitzen;
  • Schnarchen;
  • eingeschränkte körperliche Belastbarkeit;
  • ausgeprägte Müdigkeit oder raschere Erschöpfung;
  • Gelenk- und Rückenschmerzen;
  • vermindertes Selbstwertgefühl;
  • sozialer Rückzug oder das Gefühl, isoliert zu sein.

Hinzu kommt, dass Adipositas auch durchaus psychisch belastend sein kann. Schamgefühle und die Einschränkung im Alltag können das seelische Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen; in diesem Zusammenhang können auch depressive Beschwerden auftreten.

Adipositas: Diagnostik

Um Adipositas medizinisch zu beurteilen, reicht ein Blick auf das Körpergewicht allein nicht aus. Bei der Diagnostik geht es darum, das Ausmaß der Gewichtserhöhung objektiv einzuordnen und zugleich Hinweise auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko zu erkennen – zum Beispiel durch ungünstige Fettverteilung oder Stoffwechselveränderungen.

Dafür werden in der Praxis mehrere Bausteine kombiniert: Der BMI dient als erster Orientierungswert, ergänzend werden Fettverteilung und Taillenumfang beurteilt. Außerdem helfen Laborwerte dabei, Begleiterkrankungen oder Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und die weitere Behandlung gezielt auszurichten.

BMI

Der Body-Mass-Index (BMI) ist der am häufigsten verwendete Orientierungswert, um Körpergewicht und Körpergröße ins Verhältnis zu setzen. Er wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt wird (kg/m²). In der Praxis dient der BMI als erster, leicht verfügbarer Anhaltspunkt dafür, ob Übergewicht oder Adipositas vorliegen und wie stark diese ausgeprägt sind.

Als Adipositas gilt bei Erwachsenen in der Regel ein BMI ab 30. Die weitere Einteilung erfolgt in Schweregrade: Adipositas Grad 1 liegt bei einem BMI von 30 bis 34,9, Grad 2 bei 35 bis 39,9 und Grad 3 ab 40. Diese Klassifikation hilft dabei, Risiken einzuschätzen und Behandlungsentscheidungen zu unterstützen – etwa, ab wann intensivere Maßnahmen sinnvoll sein können.

Trotz seiner Bedeutung hat der allerdings BMI Grenzen. Er unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse und sagt nichts darüber aus, wo sich Körperfett verteilt. Bei sehr muskulösen Menschen kann der BMI daher „zu hoch“ ausfallen, obwohl kein krankhaft erhöhtes Fettgewebe vorliegt. Umgekehrt kann bei normalem BMI eine ungünstige Fettverteilung (z. B. viel Bauchfett) bestehen, die mit erhöhten Gesundheitsrisiken verbunden ist. Deshalb wird der BMI in der Diagnostik idealerweise immer durch weitere Parameter ergänzt, insbesondere durch Taillenumfang und die Beurteilung der Fettverteilung.

Fettverteilung

Neben dem BMI ist die Fettverteilung ein zentraler diagnostischer Baustein, weil sie das gesundheitliche Risiko oft besser abbildet als das Körpergewicht allein. Entscheidend ist, ob sich Fettgewebe überwiegend im Bauchraum oder eher an Hüften und Oberschenkeln anlagert. Vor allem eine ausgeprägte Fettansammlung im Bauchbereich – häufig als „abdominale“ oder „viszerale“ Fettverteilung bezeichnet – steht in engem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Viszerales Fett liegt nicht nur unter der Haut, sondern auch zwischen den inneren Organen. Es ist stoffwechselaktiv und kann Entzündungsprozesse fördern sowie die Insulinempfindlichkeit verschlechtern. Dadurch steigt unter anderem das Risiko für Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Eine eher gynäkoide Verteilung (mehr Fett an Hüfte und Oberschenkeln) ist demgegenüber in vielen Fällen mit einem geringeren metabolischen Risiko verbunden, auch wenn selbstverständlich weiterhin gesundheitliche Belastungen bestehen können.

In der Praxis wird die Fettverteilung häufig über einfache Messgrößen wie den Taillenumfang oder das Verhältnis von Taille zu Hüfte (Waist-to-Hip-Ratio) eingeschätzt. Ergänzend können – je nach Fragestellung – Verfahren der Körperzusammensetzungsanalyse eingesetzt werden, etwa Bioimpedanzmessungen oder bildgebende Methoden. Ziel ist, das individuelle Risikoprofil besser zu erfassen und daraus passende Empfehlungen für Prävention und Therapie abzuleiten.

Taillenumfang

Der Taillenumfang ist ein praxisnaher Messwert, um die Fettverteilung – insbesondere das gesundheitlich relevante Bauchfett – besser einzuschätzen. Er ergänzt den BMI, weil er Hinweise darauf gibt, ob eine abdominale (viszerale) Fettansammlung vorliegt. Gerade diese Form der Fettverteilung ist eng mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

Gemessen wird der Taillenumfang im Stehen, idealerweise nach dem Ausatmen und mit entspanntem Bauch. Das Maßband wird horizontal um den Bauch gelegt – in der Regel auf Höhe der Mitte zwischen dem unteren Rippenbogen und dem oberen Rand des Beckenkamms. Wichtig ist eine korrekte Durchführung, weil kleine Messfehler bereits zu spürbaren Abweichungen führen können. Für Verlaufskontrollen sollte möglichst immer nach der gleichen Methode gemessen werden.

Als grobe Orientierungswerte gelten bei Erwachsenen häufig: Ab etwa ≥ 94 cm bei Männern und ≥ 80 cm bei Frauen steigt das Gesundheitsrisiko; ab ≥ 102 cm bei Männern und ≥ 88 cm bei Frauen wird es als deutlich erhöht eingeschätzt. Der Taillenumfang ist damit nicht nur für die Diagnostik, sondern auch für die Therapieplanung hilfreich: Eine Verringerung des Taillenumfangs kann ein wichtiger Hinweis darauf sein, dass sich Bauchfett reduziert und sich das metabolische Risiko verbessert – selbst dann, wenn das Körpergewicht zunächst nur langsam sinkt.

Laborwerte

Laborwerte sind in der Adipositas-Diagnostik wichtig, weil sie Hinweise darauf geben, ob bereits stoffwechselbezogene Veränderungen oder Begleiterkrankungen vorliegen. Viele Risiken – etwa für Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder eine Fettleber – können sich zunächst entwickeln, ohne dass Betroffene deutliche Symptome bemerken. Blutuntersuchungen helfen deshalb, das individuelle Risikoprofil objektiver einzuschätzen und die weitere Behandlung gezielt auszurichten.

Typischerweise werden dabei unter anderem folgende Werte bestimmt (je nach Fragestellung und Vorerkrankungen auch erweitert):

  • Blutzuckerstoffwechsel: Nüchternblutzucker und/oder HbA1c, um Diabetes oder Vorstufen (Prädiabetes) zu erkennen.
  • Blutfette: LDL-/HDL-Cholesterin und Triglyzeride, da Adipositas häufig mit Fettstoffwechselstörungen einhergeht.
  • Leberwerte: z. B. ALT (GPT), AST (GOT), GGT, als Hinweis auf eine Fettleber oder andere Leberbelastungen.
  • Nierenfunktion: z. B. Kreatinin/eGFR, um die Nierenfunktion zu beurteilen (auch relevant für Therapieentscheidungen).
  • Harnsäure: kann erhöht sein und auf ein erhöhtes Gichtrisiko hinweisen.
  • Schilddrüsenwerte (z. B. TSH): wenn der Verdacht auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung besteht oder Gewichtszunahme auffällig ist.

Adipositas: Behandlung

Die Behandlung von Adipositas zielt neben der Gewichtsreduktion auch auf eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit, der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie der Lebensqualität ab. Welche Maßnahmen konkret sinnvoll sind, hängt dabei insbesondere vom Schweregrad sowie etwaigen Begleiterkrankungen ab.

Die Behandlung der Adipositas kombiniert meist mehrere Bausteine miteinander. Hierzu zählen neben einer Ernährungsumstellung auch eine gezielte Bewegungstherapie und verhaltenstherapeutische Ansätze; je nach Situation können auch Medikamente oder operative Verfahren in Betracht kommen.

Ernährungsumstellung

Eine Ernährungsumstellung gilt als zentraler Baustein zur Behandlung der Adipositastherapie, da sie direkt an der Energiezufuhr ansetzt und zugleich Stoffwechsel und Sättigungsregulation positiv beeinflussen kann. Ziel ist in der Regel nicht eine kurzfristige „Diät“, sondern ein langfristig tragfähige Ernährungsumstellung, die zu einem moderaten Kaloriendefizit führt.

Inhaltlich bewährt sich häufig eine Ernährung, die eine hohe Sättigung bei vergleichsweise niedriger Energiedichte ermöglicht. Dazu gehören vor allem ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sowie ausreichende Eiweißquellen, da Protein die Sättigung unterstützen und beim Abnehmen den Erhalt der Muskelmasse begünstigen kann. Gleichzeitig wird meist empfohlen, stark verarbeitete, zuckerreiche und sehr fettreiche Produkte zu reduzieren, weil sie viele Kalorien liefern, ohne proportional zu sättigen. Auch kalorienhaltige Getränke (Softdrinks, Säfte, Alkohol) sind ein häufiger „blinder Fleck“, da sie die Energiezufuhr deutlich erhöhen können.

Bewegungstherapie

Die Bewegungstherapie ist bei der Behandlung einer Adipositas relevant, da sie den Energieverbrauch erhöht und zugleich zentrale Gesundheitsfaktoren verbessert – auch unabhängig davon, wie schnell das Gewicht sinkt. Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt den Erhalt bzw. Aufbau von Muskelmasse, verbessert die Ausdauer und wirkt sich günstig auf Blutdruck, Blutzuckerstoffwechsel und Fettwerte aus. Gerade bei Adipositas ist dies wichtig, da viele Begleiterkrankungen durch Bewegung positiv beeinflusst werden können.

Häufig wird eine Kombination aus Ausdauertraining (z. B. zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen) und Krafttraining empfohlen, da Krafttraining den Muskelaufbau fördert und so den Grundumsatz stabilisieren kann. Zu berücksichtigen ist, dass die Belastung zum aktuellen Fitnesszustand des Patienten passt: Für viele Betroffene ist es sinnvoll, zunächst mit kurzen Einheiten zu beginnen und Umfang sowie Intensität langsam zu steigern. Auch alltagsnahe Bewegung – etwa mehr Schritte, Treppen statt Aufzug oder aktive Wege – kann hier bereits einen spürbaren Effekt haben.

Auch ist zu berücksichtigen, dass bestehende Gelenkprobleme, Rückenbeschwerden oder eine Kurzatmigkeit bestimmte Bewegungsformen erschweren können; dann sind gelenkschonende Optionen wie Wassertraining, Ergometer oder moderates Krafttraining unter Anleitung oft geeigneter. Gerade zu Beginn hilft eine therapeutische Begleitung, um Überlastungen zu vermeiden, die Motivation zu stabilisieren und sich realistische Ziele zu setzen.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie setzt an Mustern an, die das Ess- und Bewegungsverhalten im Alltag steuern. Viele Betroffene wissen grundsätzlich, was „gesund“ wäre, scheitern aber an wiederkehrenden Situationen: Stressessen, impulsives Snacken, unregelmäßige Mahlzeiten, Frust nach Rückschlägen oder fehlende Routinen. Verhaltenstherapeutische Ansätze helfen dabei, diese Auslöser zu erkennen und durch neue Strategien zu ersetzen.

Typische Inhalte der Verhaltenstherapie sind zunächst eine strukturierte Selbstbeobachtung und Planung. Dazu gehören z. B. Ess- und Bewegungsprotokolle, das Identifizieren von „Triggern“ (etwa bestimmte Tageszeiten, Emotionen oder Umgebungen) sowie das Entwickeln konkreter Handlungspläne für kritische Situationen. Ergänzend werden Techniken zur Reizkontrolle eingesetzt, etwa eine gezielte Gestaltung der Umgebung (Einkauf, Vorratshaltung, Portionsgrößen, Essenszeiten), damit Entscheidungen im Alltag weniger von Impulsen abhängig sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau stabiler Gewohnheiten: kleine, konsequente Schritte sind hier meist wirksamer als kurzfristig sehr strenge Regeln.

Zudem unterstützt die Verhaltenstherapie dabei, unrealistische Erwartungen („alles oder nichts“) zu korrigieren, Fortschritte messbar zu machen und Rückschläge als Teil des Prozesses zu bewerten statt als Scheitern. Bei Bedarf können zudem Themen wie emotionales Essen, Essanfälle, Stressbewältigung oder Selbstwertprobleme gezielt bearbeitet werden. Insgesamt trägt die Verhaltenstherapie dazu bei, dass die Ernährungsumstellung und die Bewegungstherapie langfristig umsetzbar bleiben – und damit die Chancen auf nachhaltige Erfolge deutlich steigen.

Medikamente

Medikamente können in der Adipositastherapie ergänzend eingesetzt werden, wenn eine alleinige Anpassung des Lebensstils (Ernährung, Bewegung etc.) nicht ausreichend wirksam ist oder wenn das gesundheitliche Risiko erhöht ist. Die S3-Leitlinie sieht eine medikamentöse Therapie typischerweise bei BMI ≥ 30 kg/m² oder bei BMI ≥ 27 kg/m² mit adipositasassoziierten Risikofaktoren/Komorbiditäten vor.

In der EU sind verschiedene Wirkprinzipien zugelassen: GLP-1-basierte Medikamente und Tirzepatid wirken vor allem über eine Appetit-/Sättigungsregulation und werden laut Zulassung als Ergänzung zu kalorienreduzierter Ernährung und mehr körperlicher Aktivität eingesetzt. Orlistat reduziert dagegen die Fettaufnahme im Darm und ist ebenfalls an eine (mild) hypokalorische Ernährung gekoppelt. Daneben gibt es Naltrexon/Bupropion als weitere Option zur Gewichtskontrolle.

Operation

Eine Operation (bariatrische bzw. metabolische Chirurgie) kommt vor allem dann in Betracht, wenn Adipositas ausgeprägt ist und konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder wenn relevante Begleiterkrankungen bestehen. Typische Orientierungswerte sind ein BMI ≥ 40 oder ein BMI ≥ 35 mit adipositasassoziierten Erkrankungen; bei Typ-2-Diabetes kann eine metabolische Operation je nach Situation ebenfalls eine Option sein, etwa wenn therapeutische Zielwerte trotz Behandlung nicht erreicht werden.

Zu den häufig eingesetzten Verfahren gehören z. B. Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie) und Magenbypass (verschiedene Techniken). Sie verkleinern den Magen und verändern – je nach Verfahren – zusätzlich Verdauungsabläufe und hormonelle Signale, die Hunger und Sättigung beeinflussen. Welche Methode geeignet ist, wird in spezialisierten Zentren individuell entschieden und hängt u. a. von Schweregrad, Begleiterkrankungen, Essverhalten und möglichen Risiken ab.

Adipositas: Folgeerkrankungen

Adipositas ist nicht nur mit einem erhöhten Körpergewicht verbunden, sondern kann auch zahlreiche Folgeerkrankungen begünstigen. Das Risiko steigt in der Regel mit dem Schweregrad der Adipositas, mit der Dauer des Übergewichts und insbesondere mit einer ausgeprägten Fettansammlung im Bauchraum (viszerales Fett).

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Adipositas erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich, weil sie mehrere zentrale Risikofaktoren gleichzeitig begünstigt. Häufig treten bei Betroffenen Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen (z. B. erhöhte LDL-Werte und Triglyzeride) sowie eine Insulinresistenz auf. Diese Kombination fördert Gefäßveränderungen (Arteriosklerose) und belastet langfristig das Herz. Besonders ungünstig ist dabei eine ausgeprägte Fettansammlung im Bauchraum, da viszerales Fett den Stoffwechsel stärker beeinflusst als Fettdepots an anderen Körperstellen.

Ein typisches Beispiel ist die Entstehung von Bluthochdruck: Mit zunehmender Körpermasse muss das Herz mehr Gewebe versorgen, das Blutvolumen steigt und regulierende Hormonsysteme (unter anderem das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System) werden stärker aktiviert. Zusätzlich können Entzündungsprozesse, die bei Adipositas häufiger auftreten, die Gefäßfunktion beeinträchtigen. Dadurch steigt das Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch Herzrhythmusstörungen – insbesondere Vorhofflimmern – werden bei Adipositas häufiger beobachtet.

Diabetes mellitus Typ 2

Adipositas ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2. Besonders eine Fettansammlung im Bauchraum wirkt sich ungünstig aus, da durch dieses Fettgewebe Botenstoffe freigesetzt werden, die Entzündungsprozesse fördern und die Wirkung von Insulin in den Körperzellen vermindern können. Dadurch entsteht häufig zunächst eine Insulinresistenz: Der Körper braucht mehr Insulin, um den Blutzucker zu regulieren.

Zu Beginn kann die Bauchspeicheldrüse diese Mehrarbeit oft noch ausgleichen, indem sie vermehrt Insulin produziert. Auf Dauer kann diese Kompensation jedoch nachlassen. Dann steigt der Blutzucker an – zunächst unauffällig, später als Prädiabetes und schließlich als Diabetes mellitus Typ 2. Diese Entwicklung verläuft häufig schleichend und bleibt anfangs unbemerkt, weshalb in der Adipositas-Diagnostik die Kontrolle von Nüchternblutzucker und HbA1c besonders wichtig ist.

Schlafapnoe

Schlafapnoe – meist in Form der obstruktiven Schlafapnoe – tritt bei Adipositas deutlich häufiger auf. Dabei kommt es im Schlaf wiederholt zu Atemaussetzern oder einer stark verminderten Atmung, weil die oberen Atemwege zeitweise zusammenfallen. Übergewicht begünstigt das unter anderem durch Fettgewebe im Bereich von Hals und Rachen sowie durch eine verminderte Stabilität der Atemwege. Zusätzlich kann Bauchfett die Atmung mechanisch erschweren, weil es die Zwerchfellbewegung und damit die Lungenbelüftung beeinträchtigt.

Typische Hinweise sind lautes, unregelmäßiges Schnarchen, beobachtete Atempausen, häufiges nächtliches Aufwachen und ein nicht erholsamer Schlaf. Am Tag stehen oft ausgeprägte Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen am Morgen oder eine erhöhte Einschlafneigung im Vordergrund. Viele Betroffene unterschätzen die Erkrankung, weil sie sich an die nächtlichen Ereignisse nicht erinnern – die Auswirkungen zeigen sich dann vor allem in der Tagesform.

Gelenk- und Rückenschmerzen

Gelenk- und Rückenschmerzen gehören zu den häufigen Beschwerden bei Adipositas, weil das erhöhte Körpergewicht den Bewegungsapparat dauerhaft stärker belastet. Vor allem tragende Gelenke wie Knie, Hüften und Sprunggelenke müssen bei jedem Schritt mehr Gewicht abfangen. Das kann den Gelenkknorpel schneller verschleißen lassen und Beschwerden begünstigen, die bis zur Arthrose reichen. Gleichzeitig verändern sich bei starkem Übergewicht oft die Haltung, das Gangbild und die Muskelspannung, was zusätzliche Fehlbelastungen auslösen kann.

Auch der Rücken ist betroffen: Eine höhere Last kann die Wirbelsäule mechanisch stärker beanspruchen, insbesondere im Bereich der Lendenwirbelsäule. Häufig kommt es zu Verspannungen, muskulären Dysbalancen und einer eingeschränkten Beweglichkeit. Viele Betroffene bewegen sich aus Schmerz oder Unsicherheit weniger, wodurch Muskulatur abgebaut wird und die Stabilisierung der Gelenke und der Wirbelsäule weiter nachlässt – ein Kreislauf, der Beschwerden verstärken kann.

Fettleber

Bei einer Fettleber lagert sich vermehrt Fett in den Leberzellen ein. Im Zusammenhang mit Adipositas handelt es sich häufig um eine nicht-alkoholbedingte Fettlebererkrankung (heute teils auch als metabolisch bedingte Fettleber bezeichnet). Sie entsteht vor allem durch Insulinresistenz und einen dauerhaft gestörten Fett- und Zuckerstoffwechsel – Faktoren, die bei Adipositas besonders häufig auftreten. Wichtig ist, dass eine Fettleber lange Zeit ohne spürbare Symptome bestehen kann und oft erst zufällig entdeckt wird.

Medizinisch relevant ist die Fettleber, weil sie sich bei einem Teil der Betroffenen weiterentwickeln kann: Aus der reinen Fetteinlagerung kann eine Leberentzündung (Steatohepatitis) entstehen, die langfristig zu Fibrose (Narbenbildung) und im ungünstigen Verlauf zu Leberzirrhose führen kann. Zudem ist die Fettleber eng mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verknüpft. Leberwerte (z. B. ALT/GPT) können erhöht sein, müssen es aber nicht – deshalb reicht ein normales Blutbild allein nicht immer aus, um eine Fettleber sicher auszuschließen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Übergewicht und Adipositas?

Übergewicht und Adipositas werden in der Regel über den Body-Mass-Index (BMI) abgegrenzt. Von Übergewicht spricht man bei Erwachsenen ab einem BMI von 25, von Adipositas ab einem BMI von 30. Adipositas bezeichnet damit eine stärkere Ausprägung von Übergewicht, die jedoch medizinisch anders bewertet wird und mit einem höheren Gesundheitsrisiko verbunden sein kann.

Wichtig ist aber: Der BMI ist nur ein Orientierungswert. Für das Risiko ist häufig auch entscheidend, wo sich Fettgewebe ansammelt – insbesondere Bauchfett (viszerales Fett) gilt als ungünstig. Deshalb werden zur Einordnung ergänzend z. B. Taillenumfang und Begleiterkrankungen berücksichtigt, um die individuelle Situation besser zu bewerten.

Kann man Adipositas vorbeugen?

Vorbeugung zielt vor allem darauf ab, eine langfristige Gewichtszunahme frühzeitig zu vermeiden. Besonders wirksam sind alltagstaugliche Routinen: eine insgesamt ausgewogene, sättigende Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein Bewusstsein für energiereiche „Nebenquellen“ wie zuckerhaltige Getränke, Snacks oder Alkohol.

Ist Adipositas eine Krankheit?

Ja. Adipositas wird heute als chronische Erkrankung verstanden. Sie ist mehr als ein „Lifestyle-Problem“, weil sie den Stoffwechsel verändert, körperliche Funktionen beeinträchtigen kann und das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen erhöht. Zudem entsteht Adipositas meist durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren – etwa Ernährung, Bewegung, genetische Veranlagung, psychische Belastungen und teilweise auch Krankheiten oder Medikamente.

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