Neurodermitis

Atopische Dermatitis

Autorin: Katharina Heinz (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA), Ernährungsberaterin und Pharmazieökonomin)

Inhaltliche Qualitätssicherung: Dr. rer. nat. Till Schumacher (Apotheker)

Disclaimer: Der nachfolgende Beitrag dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und kann weder eine individuelle ärztliche Beratung noch eine ärztliche Diagnostik ersetzen. Im Falle von Beschwerden sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Neurodermitis ist nicht einfach „nur trockene Haut“. Die Hautbarriere ist aus dem Takt – und das Immunsystem reagiert schneller als notwendig. Die Folgen können den Alltag spürbar beeinträchtigen: quälender Juckreiz, gerötete und schuppige Stellen, Brennen, Einrisse, manchmal nässende Ekzeme – und vor allem: schlechter Schlaf. Viele Betroffene kennen den Teufelskreis aus Jucken und Kratzen; manchmal reicht schon ein kleiner Trigger, und die Haut „kippt“ wieder. Im nachfolgenden Beitrag gehen wir darauf ein was hinter der Erkrankung steckt, wie typische Symptome entstehen und warum die Hautbarriere hierbei eine zentrale Rolle spielt. Darauf aufbauend erläutern wir, welche Behandlungen wirklich helfen: von konsequenter Basispflege über Therapien mit Cortison bis zu cortisonfreien Optionen, Phototherapie und modernen Systemtherapien. Zudem ordnen wir ein, welchen Einfluss die Ernährung auf Neurodermitis hat und wann Eliminationsdiäten sinnvoll sind.

Neurodermitis: Auf einen Blick

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Typisch sind trockene, juckende, gerötete oder schuppende Hautstellen, die meist in Schüben auftreten.

Warum entsteht sie?

Bei Neurodermitis ist die Hautbarriere gestört. Die Haut verliert leichter Feuchtigkeit, Reizstoffe dringen schneller ein und das Immunsystem reagiert empfindlicher. Genetik, Umweltreize, Allergien, Infekte, Stress und Hautpflege können den Verlauf beeinflussen.

Typische Beschwerden

Häufig sind starker Juckreiz, trockene Haut, Rötungen, Schuppung, Brennen, Einrisse, nässende Ekzeme, Krusten und verdickte Hautstellen. Besonders belastend ist oft der Juckreiz-Kratz-Kreislauf.

Was hilft häufig?

Grundlage ist eine konsequente Basispflege mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Produkten. Bei Schüben kommen je nach Schweregrad entzündungshemmende Cremes, ärztlich verordnete Wirkstoffe, Lichttherapie oder moderne Systemtherapien infrage.

Wann zum Arzt?

Ärztlicher oder dermatologischer Rat ist sinnvoll, wenn trockene, juckende oder entzündete Hautstellen wiederkehren, sich ausbreiten, nässen, verkrusten oder den Schlaf deutlich stören. Auch bei Kindern, starkem Juckreiz, Verdacht auf Allergien oder wiederholten Hautinfektionen sollte die Behandlung fachlich begleitet werden.

  • bei starkem Juckreiz, Schlafstörungen oder deutlicher Alltagsbelastung
  • bei nässenden, verkrusteten, blutenden oder aufgekratzten Ekzemen
  • bei Verdacht auf bakterielle Infektion, etwa gelbliche Krusten, Eiter oder zunehmende Schmerzen
  • bei plötzlich vielen kleinen Bläschen, starken Schmerzen oder Fieber
  • bei Ekzemen im Gesicht, an den Augenlidern, Händen, Füßen oder im Genitalbereich
  • bei Säuglingen und Kindern mit ausgeprägten Ekzemen oder Wachstums-/Ernährungsproblemen
  • bei Verdacht auf Kontaktallergie gegen Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Nickel oder Pflegeprodukte
  • wenn Pflege und frei erhältliche Produkte keine ausreichende Besserung bringen
  • wenn Cortisoncremes, Calcineurin-Inhibitoren oder Systemtherapien eingesetzt werden sollen

Zeitnahe medizinische Hilfe ist wichtig bei Fieber, starkem Krankheitsgefühl, rascher Ausbreitung, starken Schmerzen, Eiter, roten Streifen auf der Haut, Augenbeteiligung oder gruppierten Bläschen. Solche Beschwerden können auf eine bakterielle Infektion oder ein Eczema herpeticum hinweisen und sollten nicht abgewartet werden.

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in der Regel in Schüben verläuft. Betroffene erleben teilweise ruhige Phasen, gefolgt von Phasen in denen sich die Ekzeme verschlimmern.

Neurodermitis zählt zum sogenannten atopischen Formenkreis, zu dem auch Heuschnupfen und allergisches Asthma gehören. Viele Betroffene weisen häufig eine familiäre Häufung solcher Erkrankungen auf. Das Ausmaß der Beschwerden ist individuell sehr unterschiedlich: Manche Personen haben nur kleine, trockene Stellen, andere kämpfen mit ausgedehnten Ekzemen, Schlafstörungen durch Juckreiz und einer deutlichen Beeinträchtigung im Alltag.

Neurodermitis: Ursachen

Bei der Entstehung von Neurodermitis spielen genetische Faktoren, welche die Hautbarriere und das Immunsystem beeinflussen, eine Schlüsselfunktion. Mutationen in Genen, die für Strukturproteine der Haut verantwortlich sind (z. B. Filaggrin), können dazu führen, dass die Hornschicht weniger stabil ist und schneller Wasser verliert. Den Einfluss der Genetik erklärt warum Neurodermitis familiär gehäuft auftritt, allerdings bestimmt sie nicht ausschließlich den Schweregrad oder den Verlauf.

Neben der genetischen Veranlagung tragen auch Immunprozesse zur Erkrankung bei. Das Abwehrsystem reagiert bei Betroffenen übermäßig auf eigentlich harmlose Reize und fördert entzündliche Botenstoffe. Dadurch entstehen Rötungen, Schwellungen und die Neigung auf Allergene stärker zu reagieren. Auch das Hautmikrobiom, also die Gesamtheit der Hautkeime, ist bei Neurodermitis oft aus dem Gleichgewicht. Bestimmte Bakterien können sich hierdurch vermehren und Entzündungen weiter anfachen.

Auslöser, die Schübe begünstigen, variieren von Person zu Person. Häufige Trigger sind trockene Heizungsluft, starke Temperaturwechsel, kratzende Textilien wie Wolle, aggressive Reinigungsmittel, Duftstoffe, Stress und mangelnde oder ungeeignete Hautpflege. Auch Infekte, Pollenflug, Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel können das Ekzem verstärken, wenn eine entsprechende Sensibilisierung vorliegt.

Neurodermitis: Symptome

Typische Symptome sind eine sehr trockene, spannende Haut, die zu feinen Rissen neigt und leicht gerötet wirkt. Der Juckreiz steht im Vordergrund: Er kann so stark sein, dass er den Schlaf stört und die Konzentration mindert. Kratzen verschafft zwar kurzfristig Erleichterung, verletzt aber die Haut und verschlechtert das Ekzem, weil Keime leichter eindringen und Entzündungen aufflammen. So entsteht ein Kreislauf aus Jucken und Kratzen, der eine konsequente Pflege und geeignete Behandlung erforderlich macht.

Das Erscheinungsbild der Ekzeme variiert nach Alter und Körperregion:

  • Säuglinge: Bei Säuglingen sind häufig Wangen, Stirn und Kopfhaut betroffen; später verlagern sich die Herde typischerweise in Beugefalten wie Ellenbeugen und Kniekehlen, an Hals, Handgelenken und Knöcheln.
  • Erwachsene: Bei Erwachsenen zeigen sich neben den Beugen oft trockene, verdickte Plaques an Händen, Augenlidern, Nacken oder im Gesicht. In akuten Phasen können die Stellen nässen und Krusten bilden; in länger bestehenden Arealen verdickt sich die Haut und wirkt lederartig.

Neurodermitis einordnen: Beschwerden, mögliche Auslöser und nächste Schritte

Beschwerde oder Situation Mögliche Einordnung Typische Hinweise Was sinnvoll sein kann
Trockene, raue und juckende Haut Gestörte Hautbarriere Die Haut spannt, schuppt, verliert Feuchtigkeit und reagiert empfindlich auf Reize. Tägliche Basispflege mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Produkten konsequent anwenden.
Starker Juckreiz, besonders abends oder nachts Juckreiz-Kratz-Kreislauf Kratzen lindert kurzfristig, verletzt aber die Haut und verstärkt Entzündung und Infektionsrisiko. Nägel kurz halten, kühlende Maßnahmen nutzen und antientzündliche Therapie bei Schüben ärztlich besprechen.
Gerötete, entzündete oder nässende Ekzeme Akuter Neurodermitis-Schub Die Haut ist warm, gerötet, gereizt, schuppend oder nässend. Basispflege allein reicht oft nicht aus; entzündungshemmende Behandlung ärztlich abstimmen.
Verdickte, lederartige Hautstellen Chronische Ekzeme durch wiederholtes Kratzen Haut wirkt gröber, dunkler oder heller verfärbt und stärker gefurcht. Schubkontrolle verbessern, Kratzimpulse reduzieren und langfristige Erhaltungstherapie prüfen.
Gelbliche Krusten, Eiter oder zunehmende Schmerzen Mögliche bakterielle Infektion Ekzem wird plötzlich schmerzhafter, nässt stärker oder riecht unangenehm. Zeitnah ärztlich abklären lassen; nicht nur weiter eincremen.
Gruppierte Bläschen, starke Schmerzen oder Fieber Warnzeichen für Eczema herpeticum Kann bei Neurodermitis als Herpesvirus-Infektion schwer verlaufen. Sofort ärztlich abklären lassen, besonders bei Ausbreitung oder Augenbeteiligung.
Ekzeme an Händen Handekzem oder Neurodermitis mit beruflicher/irritativer Belastung Häufig durch Waschen, Desinfektion, Reinigungsmittel, Handschuhe, Kälte oder Feuchtarbeit verstärkt. Handschutz, rückfettende Pflege nach jedem Waschen und dermatologische Abklärung bei Rissen oder Entzündung.
Ekzeme an Augenlidern oder im Gesicht Empfindliche Lokalisation, mögliche Kontaktallergie oder Neurodermitis Die Haut ist dünn und reagiert stärker auf Pflege, Duftstoffe, Kosmetika oder Medikamente. Keine starken Wirkstoffe ohne ärztliche Rücksprache; Kontaktallergien prüfen lassen.
Ekzemschub nach Pflegeprodukten, Duftstoffen oder Reinigungsmitteln Irritation oder mögliche Kontaktallergie Beschwerden treten wiederholt nach bestimmten Produkten oder beruflichen Kontaktstoffen auf. Auslöser pausieren und bei Verdacht einen Epikutantest/Patch-Test dermatologisch besprechen.
Schub nach Wolle, Schwitzen, Hitze oder Kälte Individuelle Trigger Neurodermitis reagiert oft auf Temperaturwechsel, Reibung, Schweiß oder trockene Luft. Trigger-Tagebuch führen, atmungsaktive Kleidung wählen und Haut nach Schwitzen mild reinigen und pflegen.
Verdacht auf Nahrungsmittel als Auslöser Mögliche Allergie, aber keine pauschale Neurodermitis-Diät Besonders bei Kindern mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis kann eine echte Allergie relevant sein. Keine langfristigen Ausschlussdiäten ohne Diagnose; Allergietests und ggf. Provokation ärztlich begleiten lassen.
Starker Leidensdruck, Schlafmangel oder Konzentrationsprobleme Hohe Krankheitslast Juckreiz und sichtbare Ekzeme können Alltag, Schule, Arbeit, Stimmung und Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Therapie nicht nur nach Hautfläche, sondern auch nach Schlaf, Juckreiz und Lebensqualität ausrichten.
Ausgedehnte Ekzeme trotz Basispflege und topischer Therapie Mögliche mittelschwere bis schwere Neurodermitis Schübe bleiben häufig, großflächig oder schwer kontrollierbar. Dermatologische Spezialtherapie prüfen, zum Beispiel Phototherapie, Biologika oder JAK-Inhibitoren.
Runde, schuppende Stellen oder einseitig zunehmende Hautveränderungen Nicht immer Neurodermitis; möglich sind Pilzinfektion, Psoriasis oder Kontaktekzem Ähnliche Hautbilder können unterschiedliche Behandlungen erfordern. Bei untypischem Verlauf Diagnose überprüfen lassen.

Neurodermitis: Behandlung

Ziel der Behandlung ist es, die entzündliche Aktivität sowie den Juckreiz zu lindern, die Hautbarriere zu stärken und Schübe seltener sowie in milderer Form auftreten zu lassen. Das geschieht stufenweise durch eine konsequente Basispflege mit rückfettenden Emollienzien, einer bedarfsgerechten antientzündlichen Therapie in Schubphasen und – sofern nötig – ergänzende Verfahren wie Phototherapie oder systemische Medikamente.

Die tägliche Basispflege bildet hierbei das Fundament: Reichhaltige Cremes oder Salben mindern den Wasserverlust, glätten Schuppung und reduzieren das Eindringen von Reizstoffen. Bei akuten Ekzemen werden zusätzlich antientzündliche Wirkstoffe eingesetzt: In Europa sind dafür topische Glukokortikosteroide (Kortisoncremes) und Calcineurin-Inhibitoren (Tacrolimus-Salbe, Pimecrolimus-Creme) zugelassen. Ergänzend kommen kurzzeitig Feuchtverbände („Fett-feuchte Verband“) in Frage, wenn sich entzündete Areale rasch beruhigen sollen. Nach Abklingen eines Schubs empfiehlt sich häufig eine proaktive Erhaltungstherapie: ein- bis zweimal pro Woche ein geeignetes topisches Kortikoid oder ein Calcineurin-Inhibitor auf ehemals betroffene Stellen, flankiert von täglicher Basispflege um das Rückfallrisiko zu senken.

Reichen topische Maßnahmen nicht aus oder ist die betroffene Stelle ausgedehnt, steht – nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung sowie nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – eine Phototherapie zur Verfügung. Bei mittelschwerer bis schwerer Erkrankung können moderne Systemtherapien eingesetzt werden: Biologika und JAK-Inhibitoren haben die Behandlungsmöglichkeiten erheblich erweitert. Systemische Kortikosteroide sind wegen Rebound-Risiko und Nebenwirkungen nicht zur Dauertherapie geeignet und allenfalls kurzzeitig als Überbrückung sinnvoll.

Neurodermitis: Ernährung

Die Ernährung kann den Verlauf einer Neurodermitis beeinflussen, wobei es jedoch keine allgemeingültige „Neurodermitis-Diät“ gibt. Für die meisten Betroffenen gilt:

  • ausgewogen essen,
  • unverarbeitete Lebensmittel bevorzugen,
  • ausreichend trinken und
  • regelmäßige Mahlzeiten einhalten.

Fachgesellschaften betonen, dass sich Personen mit Neurodermitis grundsätzlich wie andere gesund ernähren sollen; spezielle Diätpläne sind nur in begründeten Einzelfällen sinnvoll.

Ein Sonderfall stellen gesicherte Nahrungsmittelallergien dar. Vor allem bei Säuglingen und Kindern mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis können bestimmte Lebensmittel Ekzemschübe mitauslösen. Hier raten einschlägige Leitlinien zu einer strukturierten Abklärung mit Haut-/Bluttests und – wenn nötig – oraler Provokation. Erst nach bestätigter Diagnose ist eine gezielte Eliminationsdiät angezeigt; eine pauschale Meidung „verdächtiger Lebensmittel“ wird nicht empfohlen. Kinder sollten zudem regelmäßig reevaluiert werden, weil Allergien – etwa gegen Kuhmilch oder Ei – wieder verschwinden können.

Hervorzuheben ist, dass unbeaufsichtigte, breitflächige Ausschlussdiäten Risiken bergen: Wer ohne gesicherte Allergie ganze Lebensmittelgruppen langfristig meidet, riskiert Nährstoffmängel, Gewichtsverlust und Wachstumsstörungen bei Kindern. Deshalb sollten Eliminationsdiäten immer zeitlich begrenzt und ärztlich begleitet sein.

Häufig gestellte Fragen

Ist Neurodermitis heilbar?

Im engeren Sinne gilt Neurodermitis als chronische, schubweise verlaufende Erkrankung und ist daher nicht heilbar. Das bedeutet jedoch nicht, dass man den Beschwerden ausgeliefert ist. Mit konsequenter Basispflege, einer passenden antientzündlichen Therapie in Schubphasen und guter Triggerkontrolle lassen sich Beschwerden oft so weit zurückdrängen, dass lange beschwerdearme bis beschwerdefreie Phasen entstehen. Gerade bei Kindern bessert sich der Verlauf bei vielen über die Jahre deutlich, teils bis hin zu anhaltenden Remissionen.

Was fehlt dem Körper bei Neurodermitis?

Hinter Neurodermitis verbirgt sich in der Regel kein Mangel, der sich durch Nahrungsergänzungsmittel beheben ließe. Im Vordergrund steht eine durchlässige Hautbarriere: Die Hornschicht hält Wasser schlechter fest, lässt Reizstoffe leichter passieren und trocknet deshalb schneller aus. Häufig liegen genetische Faktoren zugrunde, die Strukturproteine und Lipide der Haut beeinflussen. Die Folge ist ein erhöhter Wasserverlust, der Juckreiz und Entzündung begünstigt.

Zugleich reagiert das Immunsystem an der Hautoberfläche überempfindlich auf eigentlich harmlose Reize und schüttet vermehrt entzündliche Botenstoffe aus. Auch das Mikrobiom der Haut gerät aus dem Gleichgewicht, wodurch sich bestimmte Keime leichter ausbreiten. Aus dieser Kombination entsteht der bekannte Kreislauf aus Trockenheit, Juckreiz und Ekzem.

Ist Neurodermitis gefährlich?

Neurodermitis ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, kann den Alltag aber erheblich belasten: anhaltender Juckreiz, schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme und sichtbare Ekzemstellen zehren an Kräften und Stimmung. Unbehandelt oder bei starken Schüben steigt das Risiko für Hautinfektionen – etwa durch Bakterien, selten auch durch Herpesviren. Gerade bei plötzlich sehr schmerzhaften, schnell ausbreitenden, stark nässenden Arealen, bei Fieber oder glasigen Bläschen sollte rasch ärztlich abgeklärt werden.

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