Akne

Pickel

Disclaimer: Der nachfolgende Beitrag dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und kann weder eine individuelle ärztliche Beratung noch eine ärztliche Diagnostik ersetzen. Im Falle von Beschwerden sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Akne gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen, wobei nicht nur Teenager sondern auch Erwachsene von ihr betroffen sein können. Die gute Nachricht ist: Akne lässt sich mit dem richtigen Wissen über die Ursachen und die Ernährung sowie geeigneten Pflegeroutinen häufig verbessern. Im nachfolgenden Beitrag erfährst du daher alles was du über die Ursachen, die Akne-Formen und über eine angepasste Ernährung wissen solltest.

49,95 

99,90  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

49,95 

99,90  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

49,95 

99,90  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

Was ist Akne?

Akne ist eine entzündliche Hauterkrankung der Talgdrüsen und Haarfollikel. Sie zeigt sich vor allem durch Mitesser (Komedonen), rote Knötchen (Papeln), eitrige Pusteln und in schweren Fällen durch größere, tief sitzende Knoten. Typische Areale sind Gesicht, Rücken, Brust und Schultern – dort sitzen besonders viele Talgdrüsen.

Am häufigsten tritt Akne in der Pubertät auf, weil der Körper in dieser Zeit mehr Geschlechtshormone (insb. Androgene) produziert. Diese regen die Talgdrüsen an und machen die Haut fettiger. Viele Betroffene sind jedoch auch im jungen oder mittleren Erwachsenenalter betroffen; es gibt zudem Formen der Spätakne (z. B. bei Frauen nach dem 25. Lebensjahr).

Medizinisch unterscheidet man verschiedene Schweregrade: von überwiegend Mitessern (Akne comedonica) über entzündliche Pickel (Akne papulopustulosa) bis hin zu ausgeprägten, schmerzhaften Knoten mit Narbenrisiko (Akne conglobata). Akne ist keine „Schmutzkrankheit“, hat also nichts mit mangelnder Hygiene zu tun!

Akne: Ursachen

Die Entstehung von Akne beruht auf einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  1. Die Talgdrüse produziert zu viel Talg (Seborrhö);
  2. Die Ausführungsmündung des Haarfollikels verhornt stärker als üblich (Hyperkeratose), sodass der Talg schlechter abfließen kann – es entstehen Mitesser;
  3. In diesem abgeschlossenen Milieu vermehren sich bestimmte Hautbakterien wie Cutibacterium acnes; das Immunsystem reagiert darauf mit Entzündungen.

Letztendlich entstehen so aus Mitessern rote, manchmal schmerzhafte Pickel.

Bei der Entstehung von Akne spielen insbesondere hormonelle Einflüsse eine zentrale Rolle: In der Pubertät, rund um den Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft oder bei hormonellen Erkrankungen schwankt der Hormonspiegel – das kann Akne verstärken. Auch die genetische Veranlagung hat einen Einfluss: Wenn Eltern an Akne litten, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Kinder betroffen sind.

Akne: Arten

Akne ist nicht gleich Akne. Unter dem Sammelbegriff verbergen sich unterschiedliche Erscheinungsformen, die sich in Alter, Auslösern, Schweregrad und Verlauf unterscheiden. Für Betroffene ist das wichtig, weil sich daraus verschiedene Behandlungswege ergeben.

Üblicherweise teilt man die „klassische“ Akne nach der Art der Hautveränderungen in komedonal (Mitesser-betont), papulopustulös (entzündliche Pickel) und nodulozystisch (tief sitzende Knoten) ein. Daneben gibt es besondere Formen, die z. B. durch Medikamente, Sonne, Kontaktstoffe oder Hormone geprägt sind.

Akne Vulgaris (auch: Akne simplex)

Akne vulgaris ist die häufigste Form und betrifft vor allem Jugendliche. Typisch ist eine Mischung aus Mitessern, roten Papeln und Pusteln in talgdrüsenreichen Arealen wie Gesicht, Rücken und Brust. Die Ursache der Akne vulgaris ist ein Zusammenspiel aus erhöhter Talgproduktion, Verhornungsstörung im Follikel und einer Entzündung mit Beteiligung von Cutibacterium acnes. Hierbei verstärken Hormonschwankungen in der Pubertät diesen Prozess.

Behandelt wird die Akne vulgaris stufenweise: milde Keratolytika (z. B. Salicylsäure), topisches Retinoid ± Benzoylperoxid, bei stärkerer Entzündung zusätzlich Antibiotika (kurzzeitig, lokal) oder – bei ausgeprägter Akne – systemische Optionen. Sanfte, nicht komedogene Pflege unterstützt die Therapie.

Akne Comedonica

Bei der komedonalen Akne dominieren offene und geschlossene Mitesser, Entzündungen sind noch gering. Häufig beginnt so die Akne in der frühen Pubertät. Entstehungsfaktoren sind vor allem Überverhornung der Follikelöffnung sowie Talgstau. Dadurch bilden sich kleine Erhebungen und schwarze Pünktchen (offene Komedonen).

Topische Retinoide gelten als Mittel der Wahl, weil sie die Verhornung normalisieren und Komedonen auflösen. Ergänzend helfen milde chemische Peelings und eine leichte Feuchtigkeitspflege ohne Öl.

Akne Papulopustulosa

Hier stehen entzündliche, rote Papeln und eitrige Pusteln im Vordergrund. Die Haut ist häufig druckempfindlich, und neue Läsionen entstehen fortlaufend. Ursächlich kommt zur Komedobildung eine deutliche Entzündung hinzu, begünstigt durch das abgeschlossene Follikelmilieu und Immunreaktionen gegen Cutibacterium acnes. Pickel auszudrücken verschlimmert die Entzündung und erhöht das Narbenrisiko.

Therapeutisch kombiniert man meist ein topisches Retinoid mit Benzoylperoxid; bei moderaten bis schweren Verläufen können kurzzeitige systemische Antibiotika oder – bei Frauen – hormonelle Optionen sinnvoll sein. Zudem sollte auf eine konsequente, reizarme Hautpflege geachtet werden.

Akne Conglobata

Die Akne conglobata ist eine schwere, chronische Form mit großen, schmerzhaften Knoten, Zysten, Fistelgängen und hoher Narbenneigung. Betroffen sind oft Rücken, Brust und Kieferlinie. Die Entzündung reicht tief in die Haut, einzelne Herde können miteinander kommunizieren („Fistelbildung“). Häufig besteht eine familiäre Veranlagung; auch die psychische Belastung ist durch Schmerzen und Narbenbildung groß.

Hier ist eine frühzeitige ärztliche Therapie wichtig. Meist wird systemisches Isotretinoin eingesetzt; in aktiven Phasen können zudem Kortikosteroide oder chirurgische Maßnahmen nötig sein. Narben lassen sich später mit Laser/Mikroneedling behandeln.

Akne Fulminans

Akne fulminans ist eine akut einsetzende, sehr schwere Variante mit schmerzhaften, ulzerierenden Knoten, häufig begleitet von Fieber, Abgeschlagenheit und Gelenkschmerzen. Sie betrifft vor allem männliche Jugendliche. Der entzündliche Schub kann spontan oder selten als Reaktion auf bestimmte Medikamente entstehen. Die Hautveränderungen können rasch zerstörerisch sein und stark vernarben.

Es handelt sich um einen Notfall, der sofort dermatologisch behandelt werden muss. In der Regel erfolgt eine systemische Kortikosteroidtherapie, oft gefolgt von vorsichtig aufgebautem Isotretinoin. Eine Selbstbehandlung ist hier nicht ausreichend!

Akne Neonatorum

Neonatale Akne tritt in den ersten Lebenswochen auf. Man sieht meist kleine Papeln und Pusteln an Wangen und Stirn, teils ohne ausgeprägte Mitesser. Als Auslöser gelten vorübergehende hormonelle Einflüsse und eine Reifungsphase der Talgdrüsen; auch Hefepilze der Haut können eine Rolle spielen. Die Neugeborenen sind ansonsten gesund.

Meist heilt die Akne neonatorum innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten ohne Therapie ab. Sanfte Reinigung mit Wasser, Verzicht auf fettige Pflegeprodukte und Geduld sind ausreichend; Medikamente sind selten nötig.

Akne Infantum

Die infantile Akne beginnt typischerweise zwischen dem 3. und 12. Lebensmonat. Im Unterschied zur neonatalen Form kommen Mitesser, Papeln, Pusteln und teils Knoten vor – mit höherem Narbenrisiko. Hintergrund sind anhaltendere Androgeneinflüsse und eine aktivere Talgdrüse. Selten können hormonelle Störungen vorliegen, weshalb bei ungewöhnlich schwerem Verlauf eine Abklärung sinnvoll ist.

Behandelt wird vorsichtig mit pädiatrisch geeigneten topischen Retinoiden oder Antibiotika; bei ausgeprägten Knoten ist eine fachärztliche Betreuung wichtig. Eltern sollten nicht ausdrücken und auf milde, nicht okklusive Pflege achten.

Akne Tarda (Spätakne)

Akne tarda betrifft vor allem Frauen ab etwa 25 Jahren. Häufig erscheinen entzündliche Pickel entlang der Kinn- und Kieferlinie, Komedonen sind weniger ausgeprägt. Hormonschwankungen, Stress, Rauchen, okklusive Kosmetik und Reibung (z. B. Helme, Masken) können Schübe auslösen. Die Haut ist oft empfindlich und neigt gleichzeitig zu Ölglanz.

Wirksam sind topische Retinoide, Benzoylperoxid und – je nach Situation – hormonelle Therapien (z. B. kombinierte orale Kontrazeptiva, Antiandrogene). Eine minimalistische, nicht komedogene Pflegeroutine mit täglichem UV-Schutz hilft Rückfällen vorzubeugen.

Akne Inversa

Akne inversa ist eine eigenständige, chronisch-entzündliche Erkrankung der Haarfollikel in Achseln, Leisten, unter der Brust und am Gesäß. Typisch sind schmerzhafte Knoten, Abszesse und Fistelgänge. Risikofaktoren für Akne inversa sind u. a. Rauchen, Übergewicht und mechanische Reibung; eine genetische Komponente spielt häufig auch eine Rolle. Die Erkrankung verläuft in Schüben und kann die Lebensqualität stark einschränken.

Akne Venenata

Akne venenata entsteht durch wiederholten Kontakt mit komedogenen oder toxischen Substanzen – klassisch Öle, Teere oder halogenierte Kohlenwasserstoffe (z. B. „Chlorakne“). Sie tritt häufig an Kontaktstellen auf. Klinisch finden sich zahlreiche Komedonen, Papeln und Zysten, teils mit starker Verhornung.

Therapeutisch steht die Vermeidung des Auslösers an erster Stelle (Schutzmaßnahmen, Produktwechsel). Ergänzend werden komedolytische und entzündungshemmende topische Behandlungen eingesetzt; schwere Fälle gehören in fachärztliche Hände.

Akne Cosmetica

Diese Form wird durch komedogene Kosmetika begünstigt – z. B. schwere, ölreiche Cremes, Make-ups oder Haarprodukte, die auf die Gesichtshaut gelangen. Häufig betroffen sind Stirn, Wangen und Kinn. Typisch sind viele kleine, gleichförmige Komedonen und Papeln ohne tiefe Entzündung. Oft bessert sich das Hautbild bereits nach Umstellung der Produkte.

Abhilfe schafft eine minimalistische Pflegeroutine mit nicht komedogenen, leichten Formulierungen. Bei Bedarf unterstützen topische Retinoide die Rückbildung von Mitessern.

Akne Medicamentosa

Medikamentenbedingte Akne entsteht als Nebenwirkung – klassisch durch systemische Kortikosteroide („Steroidakne“), Lithium, bestimmte Antiepileptika, Anabolika oder einer Überdosierung von Vitamin-B-Präparaten. Auch zielgerichtete Krebsmedikamente verursachen akneiforme Ausschläge, meist ohne Komedonen. Das Bild ist oft monomorph: viele gleichartige Papeln und Pusteln, häufig am Oberkörper. Der zeitliche Zusammenhang mit Therapiebeginn ist ein wichtiger Hinweis.

Die wichtigste Maßnahme ist, das auslösende Medikament – nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – zu reduzieren oder zu wechseln. Begleitend helfen topische Entzündungshemmer; bei onkologischen Therapien erfolgt die Hautbehandlung abgestimmt mit dem Facharzt.

Akne: Ernährung

Ernährung verursacht Akne nicht allein – sie kann den Verlauf aber spürbar beeinflussen. Die stärksten Hinweise gibt es für eine Kost mit hoher glykämischer Last (viel schnell wirksamer Zucker/Weißmehl) und für bestimmte Milchprodukte, vor allem fettarme Milch und Molke-Protein. Beides kann hormonelle Signalwege ankurbeln, die Talgdrüsen aktivieren und Entzündungen fördern.

Glykämische Last

Lebensmittel, die Blutzucker und Insulin schnell nach oben schießen lassen (z. B. Süßgetränke, Süßigkeiten, Weißbrot, stark verarbeitete Snacks), stehen im Verdacht, Akne zu verstärken. Hohe Insulin- und IGF-1-Spiegel fördern die Talgproduktion und beschleunigen die Verhornung der Poren – zwei Kernmechanismen der Akne.

Viele Betroffene berichten, dass sich die Haut unter einer „Low-GL“-Kost (viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse) beruhigt. Das heißt nicht „No Carb“, sondern „smarte Kohlenhydrate“, die langsamer ins Blut gehen.

Ein alltagstauglicher Start: Süße Getränke durch Wasser und ungesüßten Tee ersetzen, Weißmehlprodukte gegen Vollkorn tauschen und Süßigkeiten als gelegentliche Extras behandeln – nicht als Standard.

Milchprodukte

Milch – besonders fettarme – wird häufig mit Akne in Verbindung gebracht. Vermutet wird, dass Milchbestandteile und die Molkefraktion (Whey) IGF-1 steigern und damit ähnliche Pfade aktivieren wie hoher Zuckerkonsum.

Nicht alle Milchprodukte wirken gleich: Fermentierte Varianten wie Naturjoghurt oder Kefir werden von einigen besser vertragen, möglicherweise wegen der Bakterienkulturen – andere reagieren trotzdem. Insofern sollte dies individuelle beobachtet werden.

Ein hilfreicher Test ist ein zeitlich begrenzter Verzicht (6–8 Wochen) auf fettarme Milch und Whey-Proteinshakes, mit Ersatz durch Wasser, Hafer-/Sojadrinks (ungesüßt) oder Eiweiß aus Hülsenfrüchten und Eiern. Führt das zu weniger Schüben, sollte die Reduktion beibehalten werden.

Fette: Omega-3 vs. Omega-6

Entzündungen spielen bei Akne eine Hauptrolle. Eine Kost mit mehr Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus fettem Seefisch wie Lachs, Makrele; oder aus Algen-/Leinöl, Walnüssen) kann entzündliche Prozesse bremsen. Omega-6-Fettsäuren sind zwar wichtig, wirken in sehr hoher, unausgewogener Menge aber pro-entzündlich. Häufige Quellen hierfür sind stark verarbeitete Snacks und manche Pflanzenöle in Fast-Food.

Praktisch bedeutet das: Öfter kochen statt frittieren, zwei- bis dreimal pro Woche Fisch oder eine Algen-Omega-3-Quelle einplanen und Nüsse/Samen als Snack nutzen.

Darm-Haut-Achse: Ballaststoffe & Fermentiertes

Ballaststoffe nähren die Darmflora und können indirekt Entzündungen dämpfen. Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst mit Schale und Vollkorn sorgen für eine stabile Blutzuckerkurve und ein gutes Sättigungsgefühl. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Joghurt/Kefir liefern Milchsäurebakterien, die bei einigen Personen die Haut beruhigen. Wichtig: Nicht jeder verträgt alles, also langsam steigern und auf das Bauchgefühl hören.

Ein weiteres Plus: eine ballaststoffreiche Kost erleichtert das Halten eines stabilen Gewichts, und Übergewicht korreliert bei manchen mit stärkeren Entzündungen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Mallorca Akne?

Mallorca Akne“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Akne aestivalis – einen akneähnlichen Ausschlag, der vor allem nach intensiver Sonne auftritt. Typisch sind viele gleichförmige, oft juckende Papeln und kleine Pusteln an Schultern, Oberarmen und Dekolleté; echte Mitesser fehlen. Auslöser ist meist die Kombination aus UV-Strahlung und bestimmten Fetten/Emulgatoren in Kosmetika oder Sonnenpflege.

Was ist Neugeborenen Akne?

Die Neugeborenen-Akne (Akne neonatorum) zeigt sich in den ersten Lebenswochen mit kleinen Papeln und Pusteln, vor allem an den Wangen. Sie entsteht vermutlich durch vorübergehende hormonelle Einflüsse und die Reifung der Talgdrüsen. Einer Behandlung bedarf es meistens nicht.

Sollte man Pickel ausdrücken?

Kurz gesagt: lieber nicht. Beim Drücken gelangen Bakterien und Talg tiefer ins Gewebe, die Entzündung nimmt zu, und es steigt das Risiko für Narben und dunkle Flecken. Besonders Knoten und tiefe, schmerzhafte Läsionen sollten niemals manipuliert werden.

49,95 

99,90  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

49,95 

99,90  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

49,95 

99,90  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

Diese Seite verwendet Cookies für ein besseres Surferlebnis. Durch das Browsen auf dieser Website stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Mehr Infos