Reife Haut

Reife Haut

Disclaimer: Der nachfolgende Beitrag dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und kann weder eine individuelle ärztliche Beratung noch eine ärztliche Diagnostik ersetzen. Im Falle von Beschwerden sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Reife Haut ist kein Makel, sondern ein natürlicher Teil des Älterwerdens. Mit der Zeit verändert sich unser Hautbild: Erste Fältchen werden sichtbarer, die Spannkraft lässt nach und die Haut fühlt sich oft trockener an als früher. Viele fragen sich dann: Was braucht meine Haut jetzt wirklich – und was kann ich mir sparen?

Nachfolgend schauen wir uns an, was reife Haut ausmacht, ab wann man von „reif“ spricht und woran du erkennst, dass sich deine Haut verändert. Du erfährst zudem, welche inneren und äußeren Faktoren die Hautalterung beeinflussen, wie sich die Bedürfnisse deiner Haut ab 40, 50 und 60 verschieben und wie eine sinnvolle Pflegeroutine aussehen kann.

49,90 

99,80  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

49,90 

99,80  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

49,90 

99,80  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

Was ist reife Haut?

Reife Haut ist kein eigener Hauttyp wie trocken, fettig oder sensibel Haut, sondern ein Hautzustand, der mit den Jahren ganz natürlich entsteht. Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich viele Prozesse in der Haut: Sie erneuert sich langsamer, produziert weniger Kollagen, Elastin und hauteigene Fette. Das Ergebnis: Die Haut wirkt oft weniger prall, feiner und empfindlicher.

Gleichzeitig kann reife Haut ganz unterschiedlich aussehen: Es gibt reife Haut, die eher trocken ist, reife Mischhaut oder auch reife, zu Unreinheiten neigende Haut. Die Bedürfnisse einer reifen Haut sind also nicht immer gleich. „Reif“ bedeutet in diesem Zusammenhang vor allem, dass die Haut mehr Unterstützung braucht, um ihre Hautbarriere stabil zu halten, Feuchtigkeit zu speichern und sich zu regenerieren.

Ab wann gilt die Haut als „reif“?

Eine klare Altersgrenze für reife Haut gibt es nicht – und genau das ist wichtig zu verstehen. Häufig wird bereits ab etwa Mitte 30 bis Anfang 40 von beginnender Hautalterung gesprochen, ab 40+ zeigen sich bei vielen Menschen dann die ersten deutlicheren Veränderungen: feine Linien, ein etwas müderer Teint, nachlassende Spannkraft. Ab 50 und 60 verstärken sich diese Prozesse oft, unter anderem auch aufgrund hormoneller Veränderungen.

Ab welchem Alter die Haut „reif“ wirkt, hängt aber stark von der Genetik und dem Lebensstil ab. Jemand, der sich konsequent vor Sonne schützt, nicht raucht und auf eine ausgewogene Ernährung achtet, kann mit 50 eine glattere, prallere Haut haben als jemand, der mit 35 einen ungesunden Lebensstil pflegt und stets auf Sonnenschutz verzichtet hat. Insofern ist „reif“ eher eine Beschreibung des Erscheinungsbildes als ein konkretes Alter.

Insofern gilt deine Haut als reif, wenn du dauerhaft Zeichen der Hautalterung siehst (Falten, Elastizitätsverlust, Pigmentflecken, Trockenheit) und sie deutlich anspruchsvoller wird – also empfindlicher reagiert und mehr Pflege braucht als noch mit 20 oder 30.

Merkmale reifer Haut: Woran erkennst du sie?

Typisch für reife Haut sind zunächst feine Linien und Falten, die mit der Zeit deutlicher werden. Diese entstehen, weil die Haut weniger Kollagen und Elastin bildet, also weniger „Stützgewebe“ vorhanden ist. Auch Mimikfalten, etwa an Stirn, Augen oder um den Mund, werden stärker und bleiben sichtbar, selbst wenn das Gesicht entspannt ist.

Ein weiteres Merkmal ist der Verlust an Elastizität und Volumen. Die Konturen, etwa an Wangen und Kieferlinie, wirken weniger straff, die Haut kann ein bisschen „nach unten rutschen“. Dazu kommt oft eine trockene, spannungsanfällige Haut, weil der Lipid- und Feuchtigkeitsgehalt abnimmt. Die Haut fühlt sich dann schneller rau an, wirkt dünner und reagiert empfindlicher auf Kälte, Hitze oder ungeeignete Pflegeprodukte.

Zudem geht mit reifer Haut häufig auch ein unruhiger Teint einher: Pigmentflecken, kleine Sonnenflecken, Rötungen oder eine insgesamt etwas ungleichmäßige Hautfarbe treten häufiger auf. Auch geht der natürliche „Glow“ verloren – die Haut wirkt eher fahl und müde.

Die Ursachen der Hautalterung: Warum verändert sich die Haut?

Hautalterung ist ein ganz natürlicher Prozess: Mit den Jahren arbeiten die Zellen langsamer, die Haut erneuert sich nicht mehr so schnell und verliert nach und nach an Spannkraft, Feuchtigkeit und Fülle. Das gehört zum Älterwerden dazu – ganz unabhängig davon, wie gut du deine Haut pflegst.

Wie stark und wie schnell diese Veränderungen sichtbar werden, hängt im Wesentlichen von zwei Bereichen ab: inneren Faktoren wie deinen Genen und deinem Hormonhaushalt sowie äußeren Einflüssen wie Sonne, Umwelt und Lebensstil. Während die inneren Ursachen größtenteils vorgegeben sind, kannst du die äußeren Faktoren aktiv beeinflussen – etwa durch Sonnenschutz, einer passenden Pflegeroutine und einem hautfreundlichen Lebensstil.

Innere Ursachen: Gene und Hormone

Ein großer Teil der Hautalterung ist genetisch vorgegeben. Deine Gene bestimmen u.a. wie viel Kollagen du von Natur aus produzierst, wie dick deine Haut ist, zu welcher Art von Falten du neigst und wie schnell deine Zellen sich regenerieren. Man spricht hier oft vom „biologischen Alter“ der Haut – und das kann vom Kalenderalter abweichen: Manche Menschen haben mit 50 noch sehr straffe Haut, andere sehen schon mit Mitte 30 stärkere Falten.

Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel der Hautzellen. Die Produktion von Kollagen und Elastin nimmt ab, gleichzeitig reduziert sich die Bildung von Talg und hauteigenen Lipiden, was zu mehr Trockenheit und Spannungsgefühl führt. Auch die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden, lässt nach – sie wirkt schneller müde und fahl.

Eine besondere Rolle spielen zudem die Hormone, insbesondere bei Frauen. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel deutlich, was sich direkt auf die Haut auswirkt: Sie wird dünner, trockener und verliert spürbar an Elastizität. Viele bemerken in dieser Phase einen regelrechten Schub in der Hautalterung – Die Falten werden plötzlich deutlicher, die Konturen weicher. Auch bei Männern verändern sich mit der Zeit die Hormone, allerdings meist langsamer und weniger abrupt. Diese hormonellen Prozesse lassen sich zwar nicht aufhalten, aber der Verlauf mit der richtigen Hautpflege und einem gesunden Lebensstil abmildern.

Äußerer Einfluss: Sonne, Umwelt und Lebensstil

Während du deine Gene nicht ändern kannst, hast du jedoch auf die äußeren Einflüsse einen großen Einfluss – und genau die sind für einen beträchtlichen Teil der sichtbaren Hautalterung verantwortlich. Ganz vorne dabei: UV-Strahlung. Sie gilt als einer der Hauptfaktoren für vorzeitige Falten, Pigmentflecken und Elastizitätsverlust. UV-Licht schädigt die Kollagenfasern, fördert Entzündungsprozesse und führt zu sogenannten Lichtschäden (Photoaging). Deshalb sieht z. B. die Haut an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht, Hals und Händen oft deutlich älter aus als an bedeckten Körperpartien.

Weitere äußere Faktoren sind die Luftverschmutzung, Rauch und Alkohol. Feinstaub und Umweltgifte können freie Radikale in der Haut entstehen lassen, die die Zellen angreifen und die Hautbarriere schwächen. Rauchen verschlechtert die Durchblutung, die Haut erhält weniger Sauerstoff und Nährstoffe, in der Folge werden die Falten tiefer. Alkohol entzieht der Haut bzw. dem Körper Flüssigkeit und kann die Gefäße erweitern – das Ergebnis: ein gestresster, unruhiger Teint.

Auch dein Lebensstil hat einen erheblichen Einfluss auf die Haut: Chronischer Stress, Schlafmangel, wenig Bewegung und eine sehr zucker- und fettreiche Ernährung beschleunigen den Alterungsprozess. Zucker beispielsweise kann an Kollagenfasern binden (Glykation) und sie steifer und brüchiger machen. Im Umkehrschluss kann ein gesunder Lebensstil und gleichzeitig ein guter Sonnenschutz dazu beitragen, dass deine Haut länger prall, frisch und widerstandsfähig bleibt.

Reife Haut ab 40, 50 und 60: Die unterschiedlichen Bedürfnisse

Reife Haut sieht mit 40 anders aus als mit 50 oder 60 – und genau deshalb ändern sich auch ihre Bedürfnisse im Laufe der Zeit. Während zu Beginn vor allem erste feine Linien und ein leicht nachlassender Glow auffallen, kommen später stärker ausgeprägte Falten, Volumenverlust und mehr Trockenheit hinzu.

Damit Pflege wirklich wirkt, lohnt es sich, jede Lebensphase separat zu betrachten: Ab 40 geht es vor allem um frühe Anti-Aging-Maßnahmen, ab 50 rücken Regeneration und Straffung in den Fokus, ab 60 steht eine intensive Nährpflege und eine starke Hautbarriere im Vordergrund. Nachfolgend schauen wir uns diese drei Phasen einmal genauer an.

Reife Haut ab 40: Erste Anzeichen der Hautalterung

Ab etwa 40 bemerken die meisten erste dauerhaft sichtbare Zeichen der Hautalterung: feine Linien an den Augen, leichte Fältchen auf der Stirn oder um den Mund, ein Teint, der nicht mehr ganz so frisch wirkt wie mit 20 oder 30. Die Haut regeneriert sich langsamer, kleinere Spuren von Müdigkeit oder Stress bleiben länger sichtbar. Das ist der Moment, in dem eine normale Pflegeroutine in eine gezielte Anti-Aging-Pflege übergehen darf.

In dieser Phase ist das Ziel vor allem Vorbeugung und Unterstützung der Haut: Deine Haut produziert zwar noch relativ viel Kollagen und Elastin, benötigt aber mehr Hilfe, um diese Strukturen zu erhalten. Insbesondere Feuchtigkeit spielt in dieser Phase eine große Rolle – etwa durch leichte Seren oder Cremes, die Wasser in der Haut binden – genauso wie ein täglicher Sonnenschutz, um weitere Schäden zu vermeiden. Antioxidantien (z. B. in Seren oder Cremes) können freie Radikale abfangen, die durch UV-Strahlung und Stress entstehen.

Wichtig ist auch, deine Pflegeroutine bewusst anzupassen: lieber wenige, gut aufeinander abgestimmte Produkte als ständig wechselnde Experimente. Eine milde Reinigung, ein feuchtigkeitsspendendes Serum, eine angepasste Tages- und Nachtpflege plus Sonnenschutz – damit legst du ab 40 den Grundstein dafür, dass die Haut auch in den kommenden Jahren möglichst lange prall und glatt bleibt.

Reife Haut ab 50: Fokus auf Regeneration und Straffung

Ab 50 verändern sich viele Hautbilder noch einmal deutlicher. Vor allem Frauen erleben durch die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre einen spürbaren Sprung in der Hautalterung: Die Haut wird trockener, dünner und verliert sichtbarer an Elastizität. Falten erscheinen tiefer, Konturen an Wangen und Kinn können weicher werden, Pigmentflecken zeigen sich häufiger oder werden intensiver.

In diesem Lebensabschnitt liegt der Schwerpunkt auf Regeneration und Straffung der Haut. Die Haut braucht jetzt Pflege, die ihr hilft, sich zu erholen und ihre Struktur zu stärken. Das bedeutet: reichhaltigere Texturen, die Lipide und Feuchtigkeit liefern, und gezielte Wirkstoffe, die die Hauterneuerung anregen und den Kollagenabbau verlangsamen. Auch eine Nachtpflege gewinnt mehr an Bedeutung, weil die Haut sich nachts besonders gut regeneriert.

Genauso wichtig ist es, die Haut nicht zu überfordern. Viele hochwirksame Produkte gleichzeitig können schnell zu Rötungen und Hautirritationen führen. Besser hingegen ist eine konsequent angewendete, durchdachte Pflegeroutine, die der Haut Zeit gibt, auf neue Produkte zu reagieren. Ergänzend lohnt sich der Blick über das Gesicht hinaus: Hals und Dekolleté zeigen ab 50 oft ebenfalls deutlich die Zeichen der Zeit und freuen sich über die gleiche liebevolle Pflege wie das Gesicht.

Reife Haut ab 60: Intensive Pflege

Ab 60 steht bei der Hautpflege vor allem eines im Fokus: eine intensive Nährpflege und eine starke Hautbarriere. Die Haut ist jetzt meist deutlich trockener, reagiert empfindlicher und kann feiner, fast papierartig wirken. Spannungsgefühle, Trockenheitsfältchen und ein insgesamt eher matter Teint treten besonders häufig auf. Die Hautbarriere ist anfälliger – sie verliert schneller Feuchtigkeit und ist weniger gut gegen äußere Reize gewappnet.

In diesem Lebensabschnitt profitieren viele von besonders reichhaltigen, nährenden Texturen, die die Haut wie ein schützender Mantel umhüllen. Cremes und Öle, die Lipide, feuchtigkeitsbindende Stoffe und beruhigende Inhaltsstoffe kombinieren, stehen jetzt im Mittelpunkt. Gleichzeitig darf die Reinigung noch sanfter werden – aggressive Tenside oder stark entfettende Produkte sind fehl am Platz, weil sie die ohnehin empfindliche Haut weiter schwächen können.

Das Ziel ist weniger, jede einzelne Falte zu glätten, sondern die Haut so gesund, geschmeidig und widerstandsfähig wie möglich zu halten. Ein angenehmes Hautgefühl, ein leichter Glow und das Gefühl, gut gepflegt zu sein, sind hier wichtiger als Perfektionsansprüche. Ein Sonnenschutz bleibt weiterhin sinnvoll – auch mit 60+ lohnt es sich, neue Schäden zu vermeiden und die Haut vor weiterer Belastung zu schützen.

Die richtige Pflegeroutine für reife Haut

Reife Haut profitiert besonders von einer durchdachten, regelmäßigen Pflegeroutine, die nicht reizt, sondern stärkt, aufpolstert und schützt. Statt ständig neue Produkte auszuprobieren, lohnt sich ein fester Ablauf, der morgens vor allem Schutz und Feuchtigkeit liefert und abends auf sanfte Reinigung und Regeneration setzt. So weiß die Haut, was sie zu erwarten hat, und kann von den Wirkstoffen langfristig profitieren.

Nachfolgend schauen wir uns an, wie eine solche Pflegeroutine konkret aussehen kann: von der passenden Morgenroutine über die abendliche Pflege.

Morgenroutine für reife Haut

Am Morgen geht es darum, die Haut sanft auf den Tag vorzubereiten. Sie muss nicht „tiefengereinigt“ werden – in der Nacht hat sie gearbeitet, sich regeneriert und Schutzstoffe aufgebaut. Eine milde Reinigung reicht in der Regel: ein sanftes Reinigungsprodukt oder – bei sehr trockener, sensitiver Haut – lauwarmes Wasser oder ein cremiger Cleanser, der nicht schäumt und die Haut nicht austrocknet.

Im nächsten Schritt freut sich reife Haut über Feuchtigkeit und beruhigende Pflege. Ein Toner, ein leichtes Gesichtswasser oder eine Essence helfen, die Haut zu befeuchten und sie auf nachfolgende Produkte vorzubereiten. Danach kann ein Serum verwenden werden, das zu deinen Bedürfnissen passt: zum Beispiel mit Hyaluronsäure für mehr Feuchtigkeit oder mit Antioxidantien (etwa Vitamin C oder Niacinamid), um die Haut vor freien Radikalen zu schützen und den Teint frischer wirken zu lassen.

Den Abschluss bildet eine Tagespflege plus Sonnenschutz. Die Tagescreme darf bei reifer Haut gerne etwas reichhaltiger sein, ohne zu beschweren – ideal sind Formulierungen, die sowohl Feuchtigkeit (z. B. Glycerin, Hyaluron) als auch Lipide liefern. Ganz wichtig: Ein Breitband-Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 (besser 50), egal ob als separate Sonnencreme oder in der Tagespflege integriert. UV-Strahlen sind einer der größten Beschleuniger der Hautalterung, ein täglicher Sonnenschutz ist daher einer der wirkungsvollsten „Anti-Aging-Maßnahmen“.

Abendroutine für reife Haut

Bis zum Abend hat deine Haut den ganzen Tag Make-up, Schweiß, Talg, Staub und Umweltbelastungen angesammelt – all das sollte gründlich, aber schonend entfernt werden. Trägst du Make-up oder Sonnenschutz, ist ein Double Cleansing sinnvoll: zuerst ein Reinigungsöl oder -balsam, das Fett und Pigmente löst, danach ein milder, nicht austrocknender Reiniger, der wasserlösliche Rückstände entfernt. So wird die Haut sauber, ohne dass du sie rubbeln oder schrubben musst.

Im Anschluss ist die Haut bereit für regenerierende Wirkstoffe. Abends ist ein guter Zeitpunkt für Produkte, die die Hauterneuerung anregen – etwa Seren mit Retinol/Retinal (je nach Verträglichkeit), Peptiden oder sanften Fruchtsäuren. Wichtig ist, langsam zu starten, insbesondere bei empfindlicher Haut, und nicht zu viele starke Wirkstoffe auf einmal kombinieren. Alternativ kannst du ein reichhaltiges Feuchtigkeitsserum oder einen beruhigenden Wirkstoff (z. B. Panthenol) einsetzen, wenn deine Haut schnell reagiert.

Zum Schluss folgt eine Nachtpflege, die die Haut in ihrer Regeneration unterstützt. Bei reifer Haut sind Cremes mit schützenden Lipiden (z. B. pflanzliche Öle, Ceramide, Sheabutter) und feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen ideal. Sie legen sich wie ein weicher Mantel über die Haut und helfen ihr, sich über Nacht zu erholen.

Die richtige Reinigung für reife Haut

Mit zunehmendem Alter wird die Haut dünner, produziert weniger Talg und verliert schneller Feuchtigkeit. Die natürliche Schutzbarriere – ein Mix aus Lipiden, Feuchtigkeit und Hornzellen – ist dadurch empfindlicher als in jüngeren Jahren. Wenn dann zu aggressiven Reinigern gegriffen wird, wird nicht nur Schmutz entfernt sondern auch genau die Fette, die reife Haut dringend braucht. Die Folge: Trockenheit, Spannungsgefühl, Rötungen und eine Haut, die insgesamt „angeschlagen“ wirkt.

Eine sanfte Reinigung arbeitet hingegen mit der Haut, nicht gegen sie. Sie entfernt das, was weg soll (Make-up, Schmutz, überschüssiger Talg), lässt aber die schützenden Lipide weitgehend in Ruhe. So bleibt die Haut besser durchfeuchtet, fühlt sich nach dem Waschen weich statt ausgetrocknet an – und ist ideal vorbereitet für Seren und Cremes, die im Anschluss aufgetragen werden.

Geeignete Reinigungsprodukte

Für reife Haut eignen sich daher besonders cremige, milde Texturen, die reinigen und gleichzeitig pflegen. Dazu gehören zum Beispiel Reinigungsmilch, Reinigungscremes, sanfte Reinigungsöle oder -balsame. Sie lösen Schmutz und Make-up, ohne der Haut unnötig Fett und Feuchtigkeit zu entziehen. Wichtig ist, dass sie nicht stark schäumen, keinen aggressiven Alkohol enthalten und sich mit lauwarmem Wasser gut abnehmen lassen.

Bei eher trockener, reifer Haut sind reichhaltige Produkte ideal, die ein leicht pflegendes Gefühl hinterlassen – ein „Film“ ist hier nicht zwingend schlecht, solange er nicht klebrig wirkt. Bei eher reifer Mischhaut oder zu Unreinheiten neigende Haut, kann auf leichte, pH-hautneutrale Reinigungsgels oder -fluids zurückgreifen, die sanft entfetten, ohne auszutrocknen. Auch hier gilt: lieber mild und ohne stark parfumierte, austrocknende Inhaltsstoffe.

Die richtigen Peelings bei reifer Haut

Peelings können für reife Haut ein echter Glow-Booster sein – wenn sie richtig eingesetzt werden. Sie entfernen abgestorbene Hautschüppchen, lassen den Teint frischer wirken und helfen Wirkstoffen, besser einzuziehen. Gleichzeitig ist reife Haut empfindlicher, deshalb sind zu grobe oder zu häufige Peelings eher kontraproduktiv: Sie können die Hautoberfläche irritieren, zu Rötungen führen und im schlimmsten Fall die Barriere schädigen.

Klassische mechanische Peelings mit groben Körnchen sind bei reifer Haut meist keine gute Idee. Die Partikel können kleine Mikroverletzungen in der Haut verursachen, die die Struktur auf Dauer schwächen. Wenn du mechanische Peelings magst, greif lieber zu sehr feinen Texturen und verwende sie selten und mit ganz wenig Druck. In vielen Fällen sind aber chemische Peelings die bessere Option: also Produkte mit Fruchtsäuren (AHA wie Milchsäure oder Glykolsäure) oder PHA, die abgestorbene Zellen sanft lösen, ohne zu rubbeln.

Bei reifer Haut reicht in der Regel 1–2 Mal pro Woche ein mildes chemisches Peeling, idealerweise abends. Danach sollte immer eine feuchtigkeitsspendende, beruhigende Pflege erfolgen. Wenn du außerdem Wirkstoffe wie Retinol verwendest, ist Vorsicht angesagt: Zu viele „aktive“ Produkte gleichzeitig können die Haut schnell überfordern. Taste dich langsam heran, beobachte die Reaktion deiner Haut und reduziere die Häufigkeit, wenn sie sensibel reagiert. So wird das Peeling zu einem sanften Unterstützer und nicht zum Stressfaktor für deine Haut.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann man vorzeitiger Hautalterung entgegenwirken?

Ganz aufhalten lässt sich die Hautalterung nicht – aber du kannst enorm viel dafür tun, dass sie langsamer und sanfter verläuft. Der wichtigste Schritt ist ein konsequenter Sonnenschutz: täglich ein Produkt mit mindestens LSF 30 (besser 50), auch im Alltag und nicht nur im Sommerurlaub. Dazu kommen ein rauchfreier Lebensstil, möglichst wenig Alkohol, ausreichend Schlaf und eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst, gesunden Fetten und ausreichend Eiweiß – all das unterstützt die Haut von innen.

Von außen hilfst du deiner Haut mit einer milden, aber wirksamen Pflegeroutine: sanfte Reinigung, feuchtigkeitsspendende Seren (z. B. mit Hyaluron, Glycerin, Niacinamid), eine passende Tages- und Nachtpflege und – wenn deine Haut es verträgt – gezielte Anti-Aging-Wirkstoffe wie Retinol oder Peptide.

Was lässt die Haut am meisten altern?

Der größte „Booster“ für die Hautalterung ist eindeutig die UV-Strahlung. Sonne (vor allem UVA-Licht) dringt tief in die Haut ein, schädigt Kollagen, begünstigt Pigmentflecken und lässt Falten schneller entstehen. Dazu kommen weitere Faktoren wie Rauchen, Luftverschmutzung und chronischer Stress, die ebenfalls freie Radikale erhöhen und die Hautstruktur angreifen. Wer viel und ungeschützt in der Sonne war oder regelmäßig geraucht hat, sieht das der Haut oft schon relativ früh an.

Was hilft wirklich gegen Falten im Gesicht?

Das Wichtigste gegen Falten ist nicht nur, was du aufträgst, sondern was du vermeidest: täglicher Sonnenschutz, nicht rauchen, moderater Alkoholkonsum und ein insgesamt gesunder Lebensstil sind die Basis, damit Falten langsamer und weniger tief entstehen. Ohne diesen Schutz können selbst die besten Cremes nur begrenzt etwas ausrichten.

Um Falten zu mindern und das Hautbild zu glätten haben sich zudem die nachfolgenden Wirkstoffgruppen bewährt: Retinoide (z. B. Retinol) regen die Hauterneuerung an, Antioxidantien wie Vitamin C schützen vor freien Radikalen und können den Teint ausgleichen, Hyaluron und andere Feuchtigkeitsspender polstern die Haut kurzfristig sichtbar auf. Peptide und barrierestärkende Inhaltsstoffe wie Ceramide unterstützen die Struktur der Haut.

49,90 

99,80  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

49,90 

99,80  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

49,90 

99,80  / 100 ml

Produkt enthält: 50 ml

Diese Seite verwendet Cookies für ein besseres Surferlebnis. Durch das Browsen auf dieser Website stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Mehr Infos