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	<title>Hauterkrankungen | Vitalportal.net</title>
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	<title>Hauterkrankungen | Vitalportal.net</title>
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	<item>
		<title>Neurodermitis: Ursachen, Symptome und Behandlung</title>
		<link>https://vitalportal.net/haut/hauterkrankungen/neurodermitis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Heinz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2025 19:14:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Hauterkrankungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neurodermitis ist nicht einfach „nur trockene Haut“. Die Hautbarriere ist aus dem Takt – und das Immunsystem reagiert schneller als notwendig. Die Folgen können den Alltag spürbar beeinträchtigen: quälender Juckreiz, gerötete und schuppige Stellen, Brennen, Einrisse, manchmal nässende Ekzeme – und vor allem: schlechter Schlaf. Viele Betroffene kennen den Teufelskreis aus Jucken und Kratzen; manchmal reicht schon ein kleiner Trigger, und die Haut "kippt" wieder. In diesem Beitrag gehen wir darauf ein was hinter der Erkrankung steckt, wie typische Symptome entstehen und warum die Hautbarriere hierbei eine zentrale Rolle spielt. Darauf aufbauend erläutern wir, welche Behandlungen wirklich helfen: von konsequenter Basispflege über Therapien mit Cortison bis zu cortisonfreien Optionen, Phototherapie und modernen Systemtherapien. Zudem ordnen wir ein, welchen Einfluss die Ernährung auf Neurodermitis hat und wann Eliminationsdiäten sinnvoll sind.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vitalportal.net/haut/hauterkrankungen/neurodermitis/">Neurodermitis: Ursachen, Symptome und Behandlung</a> erschien zuerst auf <a href="https://vitalportal.net">Vitalportal.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Autorin</strong>: Katharina Heinz (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA), Ernährungsberaterin und Pharmazieökonomin</em>)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Inhaltliche Qualitätssicherung</strong>: <a href="https://vitalportal.net/ueber-uns/">Dr. rer. nat. Till Schumacher (Apotheker)</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Disclaimer</strong>: Der nachfolgende Beitrag dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und kann weder eine individuelle ärztliche Beratung noch eine ärztliche Diagnostik ersetzen. Im Falle von Beschwerden sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neurodermitis </strong>ist nicht einfach „nur trockene Haut“. Die Hautbarriere ist aus dem Takt – und das Immunsystem reagiert schneller als notwendig. Die Folgen können den Alltag spürbar beeinträchtigen: quälender Juckreiz, gerötete und schuppige Stellen, Brennen, Einrisse, manchmal nässende Ekzeme – und vor allem: schlechter Schlaf. Viele Betroffene kennen den Teufelskreis aus Jucken und Kratzen; manchmal reicht schon ein kleiner Trigger, und die Haut &#8222;kippt&#8220; wieder. Im nachfolgenden Beitrag gehen wir darauf ein was hinter der Erkrankung steckt, wie typische Symptome entstehen und warum die Hautbarriere hierbei eine zentrale Rolle spielt. Darauf aufbauend erläutern wir, welche Behandlungen wirklich helfen: von konsequenter Basispflege über Therapien mit Cortison bis zu cortisonfreien Optionen, Phototherapie und modernen Systemtherapien. Zudem ordnen wir ein, welchen Einfluss die Ernährung auf Neurodermitis hat und wann Eliminationsdiäten sinnvoll sind.</p>



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</style>

<div class="vp-glance-box">
  <h2>Neurodermitis: Auf einen Blick</h2>

  <div class="vp-glance-grid">
    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Was ist Neurodermitis?</strong>
      <p>
        Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt,
        ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Typisch sind trockene,
        juckende, gerötete oder schuppende Hautstellen, die meist in Schüben
        auftreten.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Warum entsteht sie?</strong>
      <p>
        Bei Neurodermitis ist die Hautbarriere gestört. Die Haut verliert leichter
        Feuchtigkeit, Reizstoffe dringen schneller ein und das Immunsystem reagiert
        empfindlicher. Genetik, Umweltreize, Allergien, Infekte, Stress und
        Hautpflege können den Verlauf beeinflussen.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Typische Beschwerden</strong>
      <p>
        Häufig sind starker Juckreiz, trockene Haut, Rötungen, Schuppung,
        Brennen, Einrisse, nässende Ekzeme, Krusten und verdickte Hautstellen.
        Besonders belastend ist oft der Juckreiz-Kratz-Kreislauf.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Was hilft häufig?</strong>
      <p>
        Grundlage ist eine konsequente Basispflege mit rückfettenden und
        feuchtigkeitsspendenden Produkten. Bei Schüben kommen je nach Schweregrad
        entzündungshemmende Cremes, ärztlich verordnete Wirkstoffe, Lichttherapie
        oder moderne Systemtherapien infrage.
      </p>
    </div>
  </div>

  <div class="vp-doctor-box">
    <h3>Wann zum Arzt?</h3>

    <p>
      Ärztlicher oder dermatologischer Rat ist sinnvoll, wenn trockene, juckende
      oder entzündete Hautstellen wiederkehren, sich ausbreiten, nässen, verkrusten
      oder den Schlaf deutlich stören. Auch bei Kindern, starkem Juckreiz,
      Verdacht auf Allergien oder wiederholten Hautinfektionen sollte die
      Behandlung fachlich begleitet werden.
    </p>

    <ul>
      <li>bei starkem Juckreiz, Schlafstörungen oder deutlicher Alltagsbelastung</li>
      <li>bei nässenden, verkrusteten, blutenden oder aufgekratzten Ekzemen</li>
      <li>bei Verdacht auf bakterielle Infektion, etwa gelbliche Krusten, Eiter oder zunehmende Schmerzen</li>
      <li>bei plötzlich vielen kleinen Bläschen, starken Schmerzen oder Fieber</li>
      <li>bei Ekzemen im Gesicht, an den Augenlidern, Händen, Füßen oder im Genitalbereich</li>
      <li>bei Säuglingen und Kindern mit ausgeprägten Ekzemen oder Wachstums-/Ernährungsproblemen</li>
      <li>bei Verdacht auf Kontaktallergie gegen Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Nickel oder Pflegeprodukte</li>
      <li>wenn Pflege und frei erhältliche Produkte keine ausreichende Besserung bringen</li>
      <li>wenn Cortisoncremes, Calcineurin-Inhibitoren oder Systemtherapien eingesetzt werden sollen</li>
    </ul>

    <p class="vp-doctor-note">
      Zeitnahe medizinische Hilfe ist wichtig bei Fieber, starkem Krankheitsgefühl,
      rascher Ausbreitung, starken Schmerzen, Eiter, roten Streifen auf der Haut,
      Augenbeteiligung oder gruppierten Bläschen. Solche Beschwerden können auf
      eine bakterielle Infektion oder ein Eczema herpeticum hinweisen und sollten
      nicht abgewartet werden.
    </p>
  </div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Neurodermitis?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neurodermitis, auch <strong>atopische Dermatitis</strong> genannt, ist eine <strong>chronisch-entzündliche Hauterkrankung</strong>, die in der Regel in Schüben verläuft. Betroffene erleben teilweise ruhige Phasen, gefolgt von Phasen in denen sich die Ekzeme verschlimmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neurodermitis zählt zum sogenannten atopischen Formenkreis, zu dem auch Heuschnupfen und allergisches Asthma gehören. Viele Betroffene weisen häufig eine familiäre Häufung solcher Erkrankungen auf. Das Ausmaß der Beschwerden ist individuell sehr unterschiedlich: Manche Personen haben nur kleine, trockene Stellen, andere kämpfen mit ausgedehnten Ekzemen, <strong><a href="https://vitalportal.net/gesundheit/schlafstoerungen/">Schlafstörungen </a></strong>durch Juckreiz und einer deutlichen Beeinträchtigung im Alltag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neurodermitis: Ursachen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Entstehung von Neurodermitis spielen<strong> genetische Faktoren</strong>, welche die Hautbarriere und das Immunsystem beeinflussen, eine Schlüsselfunktion. Mutationen in Genen, die für Strukturproteine der Haut verantwortlich sind (z. B. <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Filaggrin" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Filaggrin</a>), können dazu führen, dass die Hornschicht weniger stabil ist und schneller Wasser verliert. Den Einfluss der Genetik erklärt warum Neurodermitis familiär gehäuft auftritt, allerdings bestimmt sie nicht ausschließlich den Schweregrad oder den Verlauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der genetischen Veranlagung tragen auch <strong>Immunprozesse </strong>zur Erkrankung bei. Das Abwehrsystem reagiert bei Betroffenen übermäßig auf eigentlich harmlose Reize und fördert entzündliche Botenstoffe. Dadurch entstehen Rötungen, Schwellungen und die Neigung auf Allergene stärker zu reagieren. Auch das <strong>Hautmikrobiom</strong>, also die Gesamtheit der Hautkeime, ist bei Neurodermitis oft aus dem Gleichgewicht. Bestimmte Bakterien können sich hierdurch vermehren und Entzündungen weiter anfachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser, die Schübe begünstigen, variieren von Person zu Person. Häufige Trigger sind trockene Heizungsluft, starke Temperaturwechsel, kratzende Textilien wie Wolle, aggressive Reinigungsmittel, Duftstoffe, Stress und mangelnde oder ungeeignete Hautpflege. Auch Infekte, Pollenflug, Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel können das Ekzem verstärken, wenn eine entsprechende Sensibilisierung vorliegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neurodermitis: Symptome</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Typische Symptome sind eine<strong> sehr trockene, spannende Haut</strong>, die zu feinen Rissen neigt und leicht gerötet wirkt. Der <strong>Juckreiz </strong>steht im Vordergrund: Er kann so stark sein, dass er den Schlaf stört und die Konzentration mindert. Kratzen verschafft zwar kurzfristig Erleichterung, verletzt aber die Haut und <strong>verschlechtert das Ekzem</strong>, weil Keime leichter eindringen und Entzündungen aufflammen. So entsteht ein Kreislauf aus Jucken und Kratzen, der eine konsequente Pflege und geeignete Behandlung erforderlich macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Erscheinungsbild der Ekzeme</strong> variiert nach Alter und Körperregion: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Säuglinge</strong>: Bei Säuglingen sind häufig Wangen, Stirn und Kopfhaut betroffen; später verlagern sich die Herde typischerweise in Beugefalten wie Ellenbeugen und Kniekehlen, an Hals, Handgelenken und Knöcheln. </li>



<li><strong>Erwachsene</strong>: Bei Erwachsenen zeigen sich neben den Beugen oft trockene, verdickte Plaques an Händen, Augenlidern, Nacken oder im Gesicht. In akuten Phasen können die Stellen nässen und Krusten bilden; in länger bestehenden Arealen verdickt sich die Haut und wirkt lederartig.</li>
</ul>



<h2>Neurodermitis einordnen: Beschwerden, mögliche Auslöser und nächste Schritte</h2>

<table>
  <thead>
    <tr>
      <th>Beschwerde oder Situation</th>
      <th>Mögliche Einordnung</th>
      <th>Typische Hinweise</th>
      <th>Was sinnvoll sein kann</th>
    </tr>
  </thead>
  <tbody>
    <tr>
      <td>Trockene, raue und juckende Haut</td>
      <td>Gestörte Hautbarriere</td>
      <td>Die Haut spannt, schuppt, verliert Feuchtigkeit und reagiert empfindlich auf Reize.</td>
      <td>Tägliche Basispflege mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Produkten konsequent anwenden.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Starker Juckreiz, besonders abends oder nachts</td>
      <td>Juckreiz-Kratz-Kreislauf</td>
      <td>Kratzen lindert kurzfristig, verletzt aber die Haut und verstärkt Entzündung und Infektionsrisiko.</td>
      <td>Nägel kurz halten, kühlende Maßnahmen nutzen und antientzündliche Therapie bei Schüben ärztlich besprechen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Gerötete, entzündete oder nässende Ekzeme</td>
      <td>Akuter Neurodermitis-Schub</td>
      <td>Die Haut ist warm, gerötet, gereizt, schuppend oder nässend.</td>
      <td>Basispflege allein reicht oft nicht aus; entzündungshemmende Behandlung ärztlich abstimmen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Verdickte, lederartige Hautstellen</td>
      <td>Chronische Ekzeme durch wiederholtes Kratzen</td>
      <td>Haut wirkt gröber, dunkler oder heller verfärbt und stärker gefurcht.</td>
      <td>Schubkontrolle verbessern, Kratzimpulse reduzieren und langfristige Erhaltungstherapie prüfen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Gelbliche Krusten, Eiter oder zunehmende Schmerzen</td>
      <td>Mögliche bakterielle Infektion</td>
      <td>Ekzem wird plötzlich schmerzhafter, nässt stärker oder riecht unangenehm.</td>
      <td>Zeitnah ärztlich abklären lassen; nicht nur weiter eincremen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Gruppierte Bläschen, starke Schmerzen oder Fieber</td>
      <td>Warnzeichen für Eczema herpeticum</td>
      <td>Kann bei Neurodermitis als Herpesvirus-Infektion schwer verlaufen.</td>
      <td>Sofort ärztlich abklären lassen, besonders bei Ausbreitung oder Augenbeteiligung.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Ekzeme an Händen</td>
      <td>Handekzem oder Neurodermitis mit beruflicher/irritativer Belastung</td>
      <td>Häufig durch Waschen, Desinfektion, Reinigungsmittel, Handschuhe, Kälte oder Feuchtarbeit verstärkt.</td>
      <td>Handschutz, rückfettende Pflege nach jedem Waschen und dermatologische Abklärung bei Rissen oder Entzündung.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Ekzeme an Augenlidern oder im Gesicht</td>
      <td>Empfindliche Lokalisation, mögliche Kontaktallergie oder Neurodermitis</td>
      <td>Die Haut ist dünn und reagiert stärker auf Pflege, Duftstoffe, Kosmetika oder Medikamente.</td>
      <td>Keine starken Wirkstoffe ohne ärztliche Rücksprache; Kontaktallergien prüfen lassen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Ekzemschub nach Pflegeprodukten, Duftstoffen oder Reinigungsmitteln</td>
      <td>Irritation oder mögliche Kontaktallergie</td>
      <td>Beschwerden treten wiederholt nach bestimmten Produkten oder beruflichen Kontaktstoffen auf.</td>
      <td>Auslöser pausieren und bei Verdacht einen Epikutantest/Patch-Test dermatologisch besprechen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Schub nach Wolle, Schwitzen, Hitze oder Kälte</td>
      <td>Individuelle Trigger</td>
      <td>Neurodermitis reagiert oft auf Temperaturwechsel, Reibung, Schweiß oder trockene Luft.</td>
      <td>Trigger-Tagebuch führen, atmungsaktive Kleidung wählen und Haut nach Schwitzen mild reinigen und pflegen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Verdacht auf Nahrungsmittel als Auslöser</td>
      <td>Mögliche Allergie, aber keine pauschale Neurodermitis-Diät</td>
      <td>Besonders bei Kindern mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis kann eine echte Allergie relevant sein.</td>
      <td>Keine langfristigen Ausschlussdiäten ohne Diagnose; Allergietests und ggf. Provokation ärztlich begleiten lassen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Starker Leidensdruck, Schlafmangel oder Konzentrationsprobleme</td>
      <td>Hohe Krankheitslast</td>
      <td>Juckreiz und sichtbare Ekzeme können Alltag, Schule, Arbeit, Stimmung und Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.</td>
      <td>Therapie nicht nur nach Hautfläche, sondern auch nach Schlaf, Juckreiz und Lebensqualität ausrichten.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Ausgedehnte Ekzeme trotz Basispflege und topischer Therapie</td>
      <td>Mögliche mittelschwere bis schwere Neurodermitis</td>
      <td>Schübe bleiben häufig, großflächig oder schwer kontrollierbar.</td>
      <td>Dermatologische Spezialtherapie prüfen, zum Beispiel Phototherapie, Biologika oder JAK-Inhibitoren.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Runde, schuppende Stellen oder einseitig zunehmende Hautveränderungen</td>
      <td>Nicht immer Neurodermitis; möglich sind Pilzinfektion, Psoriasis oder Kontaktekzem</td>
      <td>Ähnliche Hautbilder können unterschiedliche Behandlungen erfordern.</td>
      <td>Bei untypischem Verlauf Diagnose überprüfen lassen.</td>
    </tr>
  </tbody>
</table>



<h2 class="wp-block-heading">Neurodermitis: Behandlung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der Behandlung ist es, die entzündliche Aktivität sowie den Juckreiz zu lindern, die Hautbarriere zu stärken und Schübe seltener sowie in milderer Form auftreten zu lassen. Das geschieht stufenweise durch eine <strong>konsequente Basispflege </strong>mit rückfettenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emolliens#:~:text=Emollientia%20bzw.,Jahrhundert%20(1791)." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Emollienzien</a>, einer bedarfsgerechten <strong>antientzündlichen Therapie</strong> in Schubphasen und &#8211; sofern nötig &#8211; ergänzende Verfahren wie <strong>Phototherapie </strong>oder <strong>systemische Medikamente</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die tägliche Basispflege bildet hierbei das Fundament</strong>: Reichhaltige Cremes oder Salben mindern den Wasserverlust, glätten Schuppung und reduzieren das Eindringen von Reizstoffen. Bei akuten Ekzemen werden zusätzlich antientzündliche Wirkstoffe eingesetzt: In Europa sind dafür topische Glukokortikosteroide (<strong>Kortisoncremes</strong>) und Calcineurin-Inhibitoren (<strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tacrolimus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tacrolimus</a>-Salbe</strong>, <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pimecrolimus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pimecrolimus</a>-Creme</strong>) zugelassen. Ergänzend kommen kurzzeitig Feuchtverbände („Fett-feuchte Verband“) in Frage, wenn sich entzündete Areale rasch beruhigen sollen. Nach Abklingen eines Schubs empfiehlt sich häufig eine <strong>proaktive Erhaltungstherapie</strong>: ein- bis zweimal pro Woche ein geeignetes topisches Kortikoid oder ein Calcineurin-Inhibitor auf ehemals betroffene Stellen, flankiert von täglicher Basispflege um das Rückfallrisiko zu senken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reichen topische Maßnahmen nicht aus oder ist die betroffene Stelle ausgedehnt, steht &#8211; <strong>nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung sowie nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt </strong>&#8211; eine <a href="https://www.hautinfo.at/neurodermitis-behandlung-lichttherapie-phototherapie#:~:text=Die%20Behandlung%20muss%20%C3%BCber%20mehrere,Dank%20f%C3%BCr%20die%20aufschlussreichen%20Informationen!" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Phototherapie </a>zur Verfügung. Bei mittelschwerer bis schwerer Erkrankung können moderne Systemtherapien eingesetzt werden: <a href="https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/hautkrankheiten/so-helfen-biologika-bei-neurodermitis-881273.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Biologika </a>und <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/atopische-dermatitis-jak-inhibitor-baricitinib-bei-mittelschweren-bis-schweren-formen-rasch-wirksam-991e1c00-da61-41fd-9cf1-8116860c1ede" target="_blank" rel="noreferrer noopener">JAK-Inhibitoren</a> haben die Behandlungsmöglichkeiten erheblich erweitert. Systemische Kortikosteroide sind wegen Rebound-Risiko und Nebenwirkungen nicht zur Dauertherapie geeignet und allenfalls kurzzeitig als Überbrückung sinnvoll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neurodermitis: Ernährung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ernährung kann den Verlauf einer Neurodermitis beeinflussen, wobei es jedoch <strong>keine allgemeingültige „Neurodermitis-Diät“ gibt</strong>. Für die meisten Betroffenen gilt: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ausgewogen essen, </li>



<li>unverarbeitete Lebensmittel bevorzugen, </li>



<li>ausreichend trinken und</li>



<li>regelmäßige Mahlzeiten einhalten. </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Fachgesellschaften betonen, dass sich <strong>Personen mit Neurodermitis grundsätzlich wie andere gesund ernähren sollen</strong>; spezielle Diätpläne sind nur in begründeten Einzelfällen sinnvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sonderfall stellen <strong>gesicherte Nahrungsmittelallergien</strong> dar. Vor allem bei <strong>Säuglingen </strong>und <strong>Kindern </strong>mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis können bestimmte Lebensmittel Ekzemschübe mitauslösen. Hier raten einschlägige Leitlinien zu einer strukturierten Abklärung mit Haut-/Bluttests und – wenn nötig – oraler Provokation. Erst nach <strong>bestätigter Diagnose</strong> ist eine gezielte <strong>Eliminationsdiät </strong>angezeigt; eine pauschale Meidung &#8222;verdächtiger Lebensmittel&#8220; wird nicht empfohlen. Kinder sollten zudem regelmäßig reevaluiert werden, weil Allergien – etwa gegen Kuhmilch oder Ei – wieder verschwinden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hervorzuheben ist, dass unbeaufsichtigte, breitflächige <strong>Ausschlussdiäten Risiken</strong> bergen: Wer ohne gesicherte Allergie ganze Lebensmittelgruppen langfristig meidet, riskiert <strong>Nährstoffmängel</strong>, <strong>Gewichtsverlust </strong>und <strong>Wachstumsstörungen bei Kindern</strong>. Deshalb sollten Eliminationsdiäten immer zeitlich begrenzt und ärztlich begleitet sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ist Neurodermitis heilbar?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im engeren Sinne gilt Neurodermitis als chronische, schubweise verlaufende Erkrankung und ist daher <strong>nicht heilbar</strong>. Das bedeutet jedoch nicht, dass man den Beschwerden ausgeliefert ist. Mit konsequenter Basispflege, einer passenden antientzündlichen Therapie in Schubphasen und guter Triggerkontrolle lassen sich Beschwerden oft so weit zurückdrängen, dass lange beschwerdearme bis beschwerdefreie Phasen entstehen. Gerade bei Kindern bessert sich der Verlauf bei vielen über die Jahre deutlich, teils bis hin zu anhaltenden Remissionen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was fehlt dem Körper bei Neurodermitis?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter Neurodermitis verbirgt sich in der Regel <strong>kein Mangel</strong>, der sich durch Nahrungsergänzungsmittel beheben ließe. Im Vordergrund steht eine durchlässige Hautbarriere: Die Hornschicht hält Wasser schlechter fest, lässt Reizstoffe leichter passieren und trocknet deshalb schneller aus. Häufig liegen genetische Faktoren zugrunde, die Strukturproteine und Lipide der Haut beeinflussen. Die Folge ist ein erhöhter Wasserverlust, der Juckreiz und Entzündung begünstigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich reagiert das Immunsystem an der Hautoberfläche überempfindlich auf eigentlich harmlose Reize und schüttet vermehrt entzündliche Botenstoffe aus. Auch das Mikrobiom der Haut gerät aus dem Gleichgewicht, wodurch sich bestimmte Keime leichter ausbreiten. Aus dieser Kombination entsteht der bekannte Kreislauf aus Trockenheit, Juckreiz und Ekzem.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist Neurodermitis gefährlich?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neurodermitis ist in der Regel <strong>nicht lebensbedrohlich</strong>, kann den Alltag aber erheblich belasten: anhaltender Juckreiz, schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme und sichtbare Ekzemstellen zehren an Kräften und Stimmung. Unbehandelt oder bei starken Schüben steigt das Risiko für Hautinfektionen – etwa durch Bakterien, selten auch durch Herpesviren. Gerade bei plötzlich sehr schmerzhaften, schnell ausbreitenden, stark nässenden Arealen, bei Fieber oder glasigen Bläschen sollte rasch ärztlich abgeklärt werden.</p>



<h2>Quellen und Studien</h2>

<ol>
  <li>
    Deutsche Dermatologische Gesellschaft et al.:
    <em>S3-Leitlinie Atopische Dermatitis (AD) [Neurodermitis; atopisches Ekzem].</em>
    AWMF-Registernummer 013-027, Version 4.5, Stand 16.06.2023, gültig bis 15.06.2028.
    <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027" target="_blank" rel="noopener">AWMF-Leitlinienregister</a>
  </li>

  <li>
    Werfel T. et al.:
    <em>S3 guideline Atopic dermatitis: Part 1 – General aspects, topical and non-drug therapies.</em>
    Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2024.
    <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ddg.15230" target="_blank" rel="noopener">Wiley Online Library</a>
  </li>

  <li>
    Werfel T. et al.:
    <em>S3 guideline Atopic dermatitis: Part 2 – Systemic treatment.</em>
    Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2024.
    <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38161245/" target="_blank" rel="noopener">PubMed</a>
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    Wollenberg A. et al.:
    <em>European Guideline (EuroGuiDerm) on atopic eczema: Living update.</em>
    Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 2025.
    <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12376260/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>
  </li>

  <li>
    European Dermatology Forum:
    <em>EuroGuiDerm Guideline on Atopic Eczema – Living Guideline.</em>
    Updated 2025/2026.
    <a href="https://www.guidelines.edf.one/guidelines/atopic-ezcema/" target="_blank" rel="noopener">EuroGuiDerm</a>
  </li>

  <li>
    NICE:
    <em>Atopic eczema in under 12s: diagnosis and management.</em>
    Clinical guideline CG57.
    <a href="https://www.nice.org.uk/guidance/cg57" target="_blank" rel="noopener">NICE</a>
  </li>

  <li>
    NICE:
    <em>Atopic eczema in under 12s: diagnosis and management – Recommendations.</em>
    <a href="https://www.nice.org.uk/guidance/cg57/chapter/Recommendations" target="_blank" rel="noopener">NICE Recommendations</a>
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    American Academy of Dermatology:
    <em>Atopic dermatitis clinical guideline.</em>
    Updated guideline resources for adults with atopic dermatitis.
    <a href="https://www.aad.org/member/clinical-quality/guidelines/atopic-dermatitis" target="_blank" rel="noopener">AAD</a>
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    <a href="https://www.jaad.org/article/S0190-9622%2825%2902125-5/fulltext" target="_blank" rel="noopener">JAAD</a>
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    <a href="https://www.annallergy.org/article/S1081-1206%2823%2901455-2/fulltext" target="_blank" rel="noopener">Annals of Allergy, Asthma &amp; Immunology</a>
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    <a href="https://www.cochrane.org/evidence/CD012119_emollients-and-moisturisers-eczema" target="_blank" rel="noopener">Cochrane</a>
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    <a href="https://www.guidelines.edf.one/uploads/attachments/cl485y15k009csjjnxy8fr36v-6-basic-emollients-jun-2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">EuroGuiDerm PDF</a>
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    <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27690741/" target="_blank" rel="noopener">PubMed</a>
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    <a href="https://pure.amsterdamumc.nl/ws/portalfiles/portal/137544017/First-update-of-the-living-european-guideline-euroguiderm-on-atopic-eczema.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>
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    Updated 18 July 2025.
    <a href="https://www.pcds.org.uk/clinical-guidance/atopic-eczema" target="_blank" rel="noopener">PCDS</a>
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    <em>Atopic Dermatitis.</em>
    NCBI Bookshelf.
    <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK448071/" target="_blank" rel="noopener">NCBI Bookshelf</a>
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    Bauer A. et al.:
    <em>Prävention, Diagnostik und Therapie des Handekzems.</em>
    S2k-Leitlinie, AWMF-Registernummer 013-053, gültig bis 22.02.2028.
    <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-053" target="_blank" rel="noopener">AWMF-Leitlinienregister</a>
  </li>

  <li>
    Bauer A. et al.:
    <em>S2k-Leitlinie Diagnostik, Prävention und Therapie des Handekzems.</em>
    Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2023.
    <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.15179_g" target="_blank" rel="noopener">Wiley Online Library</a>
  </li>

  <li>
    American Academy of Dermatology:
    <em>Eczema types: Atopic dermatitis overview.</em>
    <a href="https://www.aad.org/public/diseases/eczema/types/atopic-dermatitis" target="_blank" rel="noopener">AAD</a>
  </li>

  <li>
    DermNet:
    <em>Emollients and moisturisers.</em>
    <a href="https://dermnetnz.org/topics/emollients-and-moisturisers" target="_blank" rel="noopener">DermNet</a>
  </li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a href="https://vitalportal.net/haut/hauterkrankungen/neurodermitis/">Neurodermitis: Ursachen, Symptome und Behandlung</a> erschien zuerst auf <a href="https://vitalportal.net">Vitalportal.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Akne: Ursachen, Formen und Behandlung</title>
		<link>https://vitalportal.net/haut/hauterkrankungen/akne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Heinz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 20:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Hauterkrankungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bullshitfrei.de/?p=1023</guid>

					<description><![CDATA[<p>Akne gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen, wobei nicht nur Teenager sondern auch Erwachsene von ihr betroffen sein können. Die gute Nachricht ist: Akne lässt sich mit dem richtigen Wissen über die Ursachen und die Ernährung sowie geeigneten Pflegeroutinen häufig verbessern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vitalportal.net/haut/hauterkrankungen/akne/">Akne: Ursachen, Formen und Behandlung</a> erschien zuerst auf <a href="https://vitalportal.net">Vitalportal.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Autorin</strong>: Katharina Heinz (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA), Ernährungsberaterin und Pharmazieökonomin</em>)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Inhaltliche Qualitätssicherung</strong>: <a href="https://vitalportal.net/ueber-uns/">Dr. rer. nat. Till Schumacher (Apotheker)</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Disclaimer</strong>: Der nachfolgende Beitrag dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und kann weder eine individuelle ärztliche Beratung noch eine ärztliche Diagnostik ersetzen. Im Falle von Beschwerden sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akne </strong>gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen, wobei nicht nur Teenager sondern auch Erwachsene von ihr betroffen sein können. Die gute Nachricht ist: Akne lässt sich mit dem richtigen Wissen über die Ursachen und die Ernährung sowie geeigneten Pflegeroutinen häufig verbessern. Im nachfolgenden Beitrag erfährst du daher alles was du über die Ursachen, die Akne-Formen und über eine angepasste Ernährung wissen solltest.</p>



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</style>

<div class="vp-glance-box">
  <h2>Akne: Auf einen Blick</h2>

  <div class="vp-glance-grid">
    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Was ist Akne?</strong>
      <p>
        Akne ist eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen und Haarfollikel.
        Typisch sind Mitesser, rote Knötchen, Pusteln und bei schweren Formen
        tiefer liegende Knoten. Häufig betroffen sind Gesicht, Rücken, Brust
        und Schultern.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Häufige Ursachen</strong>
      <p>
        Akne entsteht durch ein Zusammenspiel aus erhöhter Talgproduktion,
        Verhornungsstörung im Haarfollikel, Entzündungsreaktionen und Hautbakterien.
        Hormone, genetische Veranlagung, Kosmetika, Medikamente, Stress und
        Ernährung können den Verlauf beeinflussen.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Wichtig zu wissen</strong>
      <p>
        Akne ist keine Folge mangelnder Hygiene. Zu häufiges Waschen, aggressive
        Peelings, Ausdrücken von Pickeln oder viele Produkte gleichzeitig können
        die Haut zusätzlich reizen und Entzündungen verstärken.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Behandlung</strong>
      <p>
        Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad, Akneform, Narbenrisiko,
        Alter, Schwangerschaftsplanung und Leidensdruck. Möglich sind geeignete
        Hautpflege, Benzoylperoxid, Retinoide, Azelainsäure, Antibiotika,
        hormonelle Therapien oder Isotretinoin.
      </p>
    </div>
  </div>

  <div class="vp-doctor-box">
    <h3>Wann zum Arzt?</h3>

    <p>
      Dermatologischer Rat ist sinnvoll, wenn Akne stark entzündet ist, schmerzt,
      Narben oder dunkle Flecken zurückbleiben oder frei erhältliche Pflegeprodukte
      nicht helfen. Auch Akne bei Erwachsenen, plötzlich neu auftretende Akne,
      ausgeprägter Leidensdruck oder Akne zusammen mit Zyklusstörungen und
      vermehrter Behaarung sollten ärztlich abgeklärt werden.
    </p>

    <ul>
      <li>bei schmerzhaften, tiefen Knoten oder Zysten</li>
      <li>bei Akne mit Narben, dunklen Flecken oder hohem Narbenrisiko</li>
      <li>bei rascher Verschlechterung oder großflächiger Entzündung</li>
      <li>bei Akne an Rücken, Brust, Schultern oder Kieferlinie mit starken Beschwerden</li>
      <li>bei Akne im Erwachsenenalter, besonders bei Frauen ab etwa 25 Jahren</li>
      <li>bei Zyklusstörungen, Haarausfall, vermehrter Körperbehaarung oder Verdacht auf hormonelle Ursachen</li>
      <li>bei Akne nach Medikamentenbeginn, Anabolika, Kortison oder neuen Kosmetika</li>
      <li>bei starkem psychischem Leidensdruck, sozialem Rückzug oder depressiver Stimmung</li>
      <li>wenn nach 8 bis 12 Wochen konsequenter Behandlung keine deutliche Besserung eintritt</li>
    </ul>

    <p class="vp-doctor-note">
      Sofortige oder zeitnahe ärztliche Hilfe ist wichtig bei Akne mit Fieber,
      starkem Krankheitsgefühl, Gelenkschmerzen, plötzlich ulzerierenden Knoten,
      großflächigen schmerzhaften Entzündungen, Eiteransammlungen oder rascher
      Narbenbildung. Solche Beschwerden können auf schwere Sonderformen wie
      Akne fulminans oder andere entzündliche Erkrankungen hinweisen.
    </p>
  </div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Akne?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Akne ist eine <strong>entzündliche Hauterkrankung</strong> der Talgdrüsen und Haarfollikel. Sie zeigt sich vor allem durch <strong>Mitesser </strong>(Komedonen), rote <strong>Knötchen </strong>(Papeln), eitrige <strong>Pusteln </strong>und in schweren Fällen durch größere, tief sitzende Knoten. Typische Areale sind Gesicht, Rücken, Brust und Schultern – dort sitzen besonders viele Talgdrüsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am häufigsten tritt Akne in der <strong>Pubertät </strong>auf, weil der Körper in dieser Zeit mehr Geschlechtshormone (insb. <a href="https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffgruppen/androgene#:~:text=Androgene%20sind%20Sexualhormone%2C%20die%20eine,kleinerer%20Menge%20in%20Eierst%C3%B6cken%20produziert." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Androgene</a>) produziert. Diese regen die Talgdrüsen an und machen die Haut fettiger. Viele Betroffene sind jedoch auch im jungen oder mittleren Erwachsenenalter betroffen; es gibt zudem Formen der <strong>Spätakne </strong>(z. B. bei Frauen nach dem 25. Lebensjahr).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Medizinisch unterscheidet man <strong>verschiedene Schweregrade</strong>: von überwiegend Mitessern (A<strong>kne comedonica</strong>) über entzündliche Pickel (<strong>Akne papulopustulosa</strong>) bis hin zu ausgeprägten, schmerzhaften Knoten mit Narbenrisiko (<strong>Akne conglobata</strong>). Akne ist keine „Schmutzkrankheit“, hat also nichts mit mangelnder Hygiene zu tun!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Akne: Ursachen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Entstehung von Akne</strong> beruht auf einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li> Die Talgdrüse produziert zu viel <strong>Talg </strong>(Seborrhö);</li>



<li>Die Ausführungsmündung des Haarfollikels verhornt stärker als üblich (Hyperkeratose), sodass der Talg schlechter abfließen kann – es entstehen <strong>Mitesser</strong>;</li>



<li>In diesem abgeschlossenen Milieu vermehren sich bestimmte <strong>Hautbakterien </strong>wie <em>Cutibacterium acnes</em>; das Immunsystem reagiert darauf mit <strong>Entzündungen</strong>. </li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich entstehen so aus Mitessern rote, manchmal schmerzhafte Pickel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Entstehung von Akne spielen insbesondere <strong>hormonelle Einflüsse</strong> eine zentrale Rolle: In der <strong>Pubertät</strong>, rund um den <strong>Menstruationszyklus</strong>, in der <strong>Schwangerschaft </strong>oder bei <strong>hormonellen Erkrankungen</strong> schwankt der Hormonspiegel – das kann Akne verstärken. Auch die genetische Veranlagung hat einen Einfluss: Wenn Eltern an Akne litten, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Kinder betroffen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Akne: Arten</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akne ist nicht gleich Akne</strong>. Unter dem Sammelbegriff verbergen sich unterschiedliche Erscheinungsformen, die sich in Alter, Auslösern, Schweregrad und Verlauf unterscheiden. Für Betroffene ist das wichtig, weil sich daraus verschiedene Behandlungswege ergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Üblicherweise teilt man die „klassische“ Akne nach der Art der Hautveränderungen in <strong>komedonal </strong>(Mitesser-betont), <strong>papulopustulös </strong>(entzündliche Pickel) und <strong>nodulozystisch </strong>(tief sitzende Knoten) ein. Daneben gibt es besondere Formen, die z. B. durch Medikamente, Sonne, Kontaktstoffe oder Hormone geprägt sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Vulgaris (auch: Akne simplex)</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akne vulgaris</strong> ist die häufigste Form und betrifft vor allem <strong>Jugendliche</strong>. Typisch ist eine Mischung aus Mitessern, roten Papeln und Pusteln in talgdrüsenreichen Arealen wie Gesicht, Rücken und Brust. Die Ursache der Akne vulgaris ist ein Zusammenspiel aus erhöhter Talgproduktion, Verhornungsstörung im Follikel und einer Entzündung mit Beteiligung von <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Cutibacterium_acnes" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cutibacterium acnes</a>. Hierbei verstärken Hormonschwankungen in der Pubertät diesen Prozess.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Behandelt wird die Akne vulgaris stufenweise: milde Keratolytika (z. B. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Salicyls%C3%A4ure#:~:text=Vakuolen%20gespeichert%20werden.-,Technische%20Herstellung,Gewinnung%20aus%20Weidenrinde%20weitestgehend%20verdr%C3%A4ngt.&amp;text=Bereits%201874%20wurde%20die%20Synthese,Salicyls%C3%A4ureherstellung%20in%20der%20pharmazeutischen%20Industrie." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salicylsäure</a>), topisches <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Retinoide" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Retinoid </a>± <a href="https://www.deutschesapothekenportal.de/download/public/beratungsleitfaeden/dap_beratungswissen_benzoylperoxid.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Benzoylperoxid</a>, bei stärkerer Entzündung zusätzlich Antibiotika (kurzzeitig, lokal) oder – bei ausgeprägter Akne – systemische Optionen. Sanfte, nicht komedogene Pflege unterstützt die Therapie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Comedonica</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der <strong>komedonalen Akne</strong> dominieren offene und geschlossene Mitesser, Entzündungen sind noch gering. Häufig beginnt so die Akne in der <strong>frühen Pubertät</strong>. Entstehungsfaktoren sind vor allem Überverhornung der Follikelöffnung sowie Talgstau. Dadurch bilden sich kleine Erhebungen und schwarze Pünktchen (offene Komedonen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Topische <strong>Retinoide </strong>gelten als Mittel der Wahl, weil sie die Verhornung normalisieren und Komedonen auflösen. Ergänzend helfen milde <a href="https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/haut-und-allergie/chemische-peelings-was-sie-ueber-die-saeurebehandlung-wissen-sollten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">chemische Peelings</a> und eine <strong>leichte Feuchtigkeitspflege ohne Öl</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Papulopustulosa</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hier stehen <strong>entzündliche, rote Papeln</strong> und <strong>eitrige Pusteln</strong> im Vordergrund. Die Haut ist häufig druckempfindlich, und neue Läsionen entstehen fortlaufend. Ursächlich kommt zur Komedobildung eine deutliche Entzündung hinzu, begünstigt durch das abgeschlossene Follikelmilieu und Immunreaktionen gegen Cutibacterium acnes. <strong>Pickel auszudrücken verschlimmert die Entzündung und erhöht das Narbenrisiko</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Therapeutisch kombiniert man meist ein topisches Retinoid mit Benzoylperoxid; bei moderaten bis schweren Verläufen können kurzzeitige systemische Antibiotika oder – bei Frauen – hormonelle Optionen sinnvoll sein. Zudem sollte auf eine konsequente, <strong><a href="https://vitalportal.net/gesichtscreme">reizarme Hautpflege</a></strong> geachtet werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Conglobata</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Akne conglobata</strong> ist eine <strong>schwere, chronische Form</strong> mit großen, schmerzhaften Knoten, Zysten, Fistelgängen und hoher <strong>Narbenneigung</strong>. Betroffen sind oft Rücken, Brust und Kieferlinie. Die Entzündung reicht tief in die Haut, einzelne Herde können miteinander kommunizieren („Fistelbildung“). Häufig besteht eine familiäre Veranlagung; auch die psychische Belastung ist durch Schmerzen und Narbenbildung groß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ist eine <strong>frühzeitige ärztliche Therapie</strong> wichtig. Meist wird systemisches <a href="https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Isotretinoin_2621" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Isotretinoin </a>eingesetzt; in aktiven Phasen können zudem Kortikosteroide oder chirurgische Maßnahmen nötig sein. Narben lassen sich später mit Laser/Mikroneedling behandeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Fulminans</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akne fulminans</strong> ist eine akut einsetzende, <strong>sehr schwere Variante</strong> mit schmerzhaften, ulzerierenden Knoten, häufig begleitet von <strong>Fieber</strong>, <strong>Abgeschlagenheit </strong>und <strong>Gelenkschmerzen</strong>. Sie betrifft vor allem männliche Jugendliche. Der entzündliche Schub kann spontan oder selten als Reaktion auf bestimmte Medikamente entstehen. Die Hautveränderungen können rasch zerstörerisch sein und stark vernarben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es handelt sich um einen Notfall, der <strong>sofort dermatologisch behandelt </strong>werden muss. In der Regel erfolgt eine systemische Kortikosteroidtherapie, oft gefolgt von vorsichtig aufgebautem Isotretinoin. Eine Selbstbehandlung ist hier nicht ausreichend!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Neonatorum</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neonatale Akne</strong> tritt in den ersten Lebenswochen auf. Man sieht meist kleine Papeln und Pusteln an Wangen und Stirn, teils ohne ausgeprägte Mitesser. Als Auslöser gelten vorübergehende hormonelle Einflüsse und eine Reifungsphase der Talgdrüsen; auch Hefepilze der Haut können eine Rolle spielen. Die Neugeborenen sind ansonsten gesund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meist heilt die Akne neonatorum innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten ohne Therapie ab. Sanfte Reinigung mit Wasser, Verzicht auf fettige Pflegeprodukte und Geduld sind ausreichend; Medikamente sind selten nötig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Infantum</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>infantile Akne</strong> beginnt typischerweise <strong>zwischen dem 3. und 12. Lebensmonat</strong>. Im Unterschied zur neonatalen Form kommen Mitesser, Papeln, Pusteln und teils Knoten vor – mit höherem Narbenrisiko. Hintergrund sind anhaltendere Androgeneinflüsse und eine aktivere Talgdrüse. Selten können hormonelle Störungen vorliegen, weshalb bei ungewöhnlich schwerem Verlauf eine Abklärung sinnvoll ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Behandelt wird vorsichtig mit pädiatrisch geeigneten topischen Retinoiden oder Antibiotika; bei ausgeprägten Knoten ist eine fachärztliche Betreuung wichtig. Eltern sollten nicht ausdrücken und auf milde, nicht okklusive Pflege achten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Tarda (Spätakne)</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akne tarda</strong> betrifft vor allem <strong>Frauen ab etwa 25 Jahren</strong>. Häufig erscheinen entzündliche Pickel entlang der Kinn- und Kieferlinie, Komedonen sind weniger ausgeprägt. Hormonschwankungen, Stress, Rauchen, okklusive Kosmetik und Reibung (z. B. Helme, Masken) können Schübe auslösen. Die Haut ist oft empfindlich und neigt gleichzeitig zu Ölglanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirksam sind topische Retinoide, Benzoylperoxid und – je nach Situation – hormonelle Therapien (z. B. kombinierte orale Kontrazeptiva, Antiandrogene). Eine minimalistische, nicht komedogene Pflegeroutine mit täglichem UV-Schutz hilft Rückfällen vorzubeugen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Inversa</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akne inversa</strong> ist eine eigenständige, chronisch-entzündliche Erkrankung der Haarfollikel in Achseln, Leisten, unter der Brust und am Gesäß. Typisch sind schmerzhafte Knoten, Abszesse und Fistelgänge. Risikofaktoren für Akne inversa sind u. a. Rauchen, Übergewicht und mechanische Reibung; eine genetische Komponente spielt häufig auch eine Rolle. Die Erkrankung verläuft in Schüben und kann die Lebensqualität stark einschränken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Venenata</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akne venenata</strong> entsteht durch wiederholten Kontakt mit komedogenen oder toxischen Substanzen – klassisch Öle, Teere oder halogenierte Kohlenwasserstoffe (z. B. „Chlorakne“). Sie tritt häufig an Kontaktstellen auf. Klinisch finden sich zahlreiche Komedonen, Papeln und Zysten, teils mit starker Verhornung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Therapeutisch steht die Vermeidung des Auslösers an erster Stelle (Schutzmaßnahmen, Produktwechsel). Ergänzend werden komedolytische und entzündungshemmende topische Behandlungen eingesetzt; schwere Fälle gehören in fachärztliche Hände.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Cosmetica</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Form wird durch <strong>komedogene Kosmetika</strong> begünstigt – z. B. schwere, ölreiche Cremes, Make-ups oder Haarprodukte, die auf die Gesichtshaut gelangen. Häufig betroffen sind Stirn, Wangen und Kinn. Typisch sind viele kleine, gleichförmige Komedonen und Papeln ohne tiefe Entzündung. Oft bessert sich das Hautbild bereits nach Umstellung der Produkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abhilfe schafft eine minimalistische Pflegeroutine mit nicht komedogenen, leichten Formulierungen. Bei Bedarf unterstützen topische Retinoide die Rückbildung von Mitessern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akne Medicamentosa</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Medikamentenbedingte Akne </strong>entsteht als <strong>Nebenwirkung </strong>– klassisch durch systemische Kortikosteroide („Steroidakne“), Lithium, bestimmte Antiepileptika, Anabolika oder einer Überdosierung von Vitamin-B-Präparaten. Auch zielgerichtete Krebsmedikamente verursachen <a href="https://www.krebs-und-ich.de/ratgeber/koerperpflege/artikel/hautreaktionen-bei-zielgerichteter-krebstherapie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">akneiforme Ausschläge</a>, meist ohne Komedonen. Das Bild ist oft monomorph: viele gleichartige Papeln und Pusteln, häufig am Oberkörper. Der zeitliche Zusammenhang mit Therapiebeginn ist ein wichtiger Hinweis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Maßnahme ist, das auslösende Medikament – nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – zu reduzieren oder zu wechseln. Begleitend helfen topische Entzündungshemmer; bei onkologischen Therapien erfolgt die Hautbehandlung abgestimmt mit dem Facharzt.</p>



<h2>Akne einordnen: Formen, Hinweise und mögliche nächste Schritte</h2>

<table>
  <thead>
    <tr>
      <th>Form oder Muster</th>
      <th>Typische Hinweise</th>
      <th>Mögliche Einordnung</th>
      <th>Was sinnvoll sein kann</th>
    </tr>
  </thead>
  <tbody>
    <tr>
      <td>Viele Mitesser, kaum Entzündungen</td>
      <td>Offene und geschlossene Komedonen, häufig an Stirn, Nase oder Kinn.</td>
      <td>Akne comedonica oder frühe Akne vulgaris.</td>
      <td>Milde Reinigung, nicht komedogene Pflege und ärztlich empfohlene Wirkstoffe wie topische Retinoide oder Benzoylperoxid prüfen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Rote Pickel und eitrige Pusteln</td>
      <td>Entzündete Papeln und Pusteln, oft druckempfindlich und wiederkehrend.</td>
      <td>Akne papulopustulosa.</td>
      <td>Nicht ausdrücken; bei stärkerem Befund dermatologisch beraten lassen, um Narben und Pigmentflecken zu vermeiden.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Tiefe, schmerzhafte Knoten oder Zysten</td>
      <td>Große, tastbare Entzündungen, häufig an Gesicht, Rücken, Brust oder Kieferlinie.</td>
      <td>Schwere Akne, zum Beispiel nodulozystische Akne oder Akne conglobata.</td>
      <td>Frühzeitig dermatologisch behandeln lassen; Selbstbehandlung reicht meist nicht aus.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Akne mit Narben oder dunklen Flecken</td>
      <td>Vertiefte Narben, erhabene Narben oder postinflammatorische Hyperpigmentierungen nach Entzündungen.</td>
      <td>Hinweis auf stärkere oder länger bestehende Entzündung.</td>
      <td>Therapie frühzeitig intensivieren; Sonnenschutz nutzen und Pickel nicht manipulieren.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Pickel entlang von Kinn und Kieferlinie bei Erwachsenen</td>
      <td>Häufig wiederkehrende entzündliche Pickel, oft zyklusabhängig oder stressabhängig.</td>
      <td>Akne tarda beziehungsweise Erwachsenenakne.</td>
      <td>Hormonelle Faktoren, Pflegeprodukte und Medikamente prüfen; bei Zyklusstörungen gynäkologisch/endokrinologisch abklären.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Akne mit Zyklusstörungen, vermehrter Behaarung oder Haarausfall</td>
      <td>Akne tritt zusammen mit weiteren Zeichen eines möglichen Androgenüberschusses auf.</td>
      <td>Mögliche hormonelle Ursache, zum Beispiel PCOS.</td>
      <td>Ärztliche Abklärung von Hormonen, Zyklus und Stoffwechselwerten besprechen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Plötzliche Akne nach Medikamenten oder Anabolika</td>
      <td>Akne beginnt zeitlich nach neuer Medikation oder Substanzgebrauch.</td>
      <td>Medikamenteninduzierte oder substanzbedingte Akne.</td>
      <td>Medikamente nicht eigenständig absetzen, sondern ärztlich Rücksprache halten.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Viele kleine, gleichförmige Pickel nach neuen Kosmetika</td>
      <td>Häufig an Stirn, Wangen oder Kinn; oft nach reichhaltigen Cremes, Make-up oder Haarprodukten.</td>
      <td>Akne cosmetica oder komedogene Pflegebelastung.</td>
      <td>Produkte reduzieren, nicht komedogene Formulierungen wählen und neue Produkte einzeln testen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Juckende, gleichförmige Pusteln ohne typische Mitesser</td>
      <td>Oft an Stirn, Brust, Rücken oder Schultern; Juckreiz steht stärker im Vordergrund.</td>
      <td>Nicht immer klassische Akne; möglich sind Follikulitis oder Malassezia-Follikulitis.</td>
      <td>Dermatologisch abklären lassen, weil klassische Aknetherapie nicht immer passt.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Schmerzhafte Knoten, Abszesse oder Fistelgänge in Achseln, Leisten oder unter der Brust</td>
      <td>Wiederkehrende entzündliche Knoten in Hautfalten und Reibungszonen.</td>
      <td>Verdacht auf Akne inversa beziehungsweise Hidradenitis suppurativa.</td>
      <td>Frühzeitig dermatologisch abklären lassen; diese Erkrankung ist keine gewöhnliche Akne vulgaris.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Akneähnlicher Ausschlag nach Sonne oder Sonnenpflege</td>
      <td>Kleine, oft juckende Papeln an Dekolleté, Schultern oder Oberarmen.</td>
      <td>Akne aestivalis, umgangssprachlich „Mallorca-Akne“, oder andere Lichtreaktion.</td>
      <td>Fettarme, nicht komedogene Sonnenpflege testen und bei wiederkehrenden Beschwerden ärztlich beraten lassen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Akne bei Neugeborenen oder kleinen Kindern</td>
      <td>Papeln, Pusteln oder Mitesser im Säuglingsalter.</td>
      <td>Neugeborenenakne ist meist harmlos; infantile Akne kann stärker verlaufen.</td>
      <td>Nicht ausdrücken; bei ausgeprägtem Verlauf, Knoten oder Narbenrisiko kinderärztlich/dermatologisch abklären.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Akne mit Fieber, Gelenkschmerzen oder starkem Krankheitsgefühl</td>
      <td>Plötzlich schwere, schmerzhafte und teils ulzerierende Hautveränderungen.</td>
      <td>Warnzeichen für schwere Sonderformen wie Akne fulminans.</td>
      <td>Sofort dermatologisch beziehungsweise ärztlich abklären lassen.</td>
    </tr>
  </tbody>
</table>



<h2 class="wp-block-heading">Akne: Ernährung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ernährung verursacht Akne nicht allein – sie kann den <strong>Verlauf aber spürbar beeinflussen</strong>. Die stärksten Hinweise gibt es für eine Kost mit<strong> hoher glykämischer Last</strong> (viel schnell wirksamer Zucker/Weißmehl) und für bestimmte <strong>Milchprodukte</strong>, vor allem fettarme Milch und Molke-Protein. Beides kann hormonelle Signalwege ankurbeln, die Talgdrüsen aktivieren und Entzündungen fördern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Glykämische Last</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lebensmittel, die Blutzucker und Insulin schnell nach oben schießen lassen (z. B. Süßgetränke, Süßigkeiten, Weißbrot, stark verarbeitete Snacks), stehen im Verdacht, Akne zu verstärken. Hohe Insulin- und <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Insulin-like_growth_factor_1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">IGF-1</a>-Spiegel <strong>fördern die Talgproduktion und beschleunigen die Verhornung der Poren</strong> – zwei Kernmechanismen der Akne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Betroffene berichten, dass sich die Haut unter einer „Low-GL“-Kost (viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse) beruhigt. Das heißt nicht „No Carb“, sondern „smarte Kohlenhydrate“, die langsamer ins Blut gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein alltagstauglicher Start</strong>: Süße Getränke durch Wasser und ungesüßten Tee ersetzen, Weißmehlprodukte gegen Vollkorn tauschen und Süßigkeiten als gelegentliche Extras behandeln – nicht als Standard.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Milchprodukte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Milch – besonders fettarme – wird häufig mit Akne in Verbindung gebracht. Vermutet wird, dass Milchbestandteile und die Molkefraktion (Whey) IGF-1 steigern und damit ähnliche Pfade aktivieren wie hoher Zuckerkonsum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle Milchprodukte wirken gleich: <strong>Fermentierte Varianten wie Naturjoghurt oder Kefir</strong> werden von einigen besser vertragen, möglicherweise wegen der Bakterienkulturen – andere reagieren trotzdem. Insofern sollte dies individuelle beobachtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein hilfreicher Test ist ein <strong>zeitlich begrenzter Verzicht</strong> (6–8 Wochen) auf fettarme Milch und Whey-Proteinshakes, mit Ersatz durch Wasser, Hafer-/Sojadrinks (ungesüßt) oder Eiweiß aus Hülsenfrüchten und Eiern. Führt das zu weniger Schüben, sollte die Reduktion beibehalten werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fette: Omega-3 vs. Omega-6</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Entzündungen spielen bei Akne eine Hauptrolle. Eine Kost mit mehr<strong> Omega-3-Fettsäuren</strong> (z. B. aus fettem Seefisch wie Lachs, Makrele; oder aus Algen-/Leinöl, Walnüssen) kann entzündliche Prozesse bremsen. <strong>Omega-6-Fettsäuren</strong> sind zwar wichtig, wirken in sehr hoher, unausgewogener Menge aber pro-entzündlich. Häufige Quellen hierfür sind stark verarbeitete Snacks und manche Pflanzenöle in Fast-Food.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch bedeutet das: <strong>Öfter kochen statt frittieren</strong>, zwei- bis dreimal pro Woche Fisch oder eine Algen-Omega-3-Quelle einplanen und Nüsse/Samen als Snack nutzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Darm-Haut-Achse: Ballaststoffe &amp; Fermentiertes</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ballaststoffe </strong>nähren die <strong><a href="https://vitalportal.net/gesundheit/darmflora/">Darmflora </a></strong>und können indirekt Entzündungen dämpfen. Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst mit Schale und Vollkorn sorgen für eine stabile Blutzuckerkurve und ein gutes Sättigungsgefühl. <strong>Fermentierte Lebensmittel</strong> wie Sauerkraut, Kimchi, Joghurt/Kefir liefern Milchsäurebakterien, die bei einigen Personen die Haut beruhigen. Wichtig: Nicht jeder verträgt alles, also langsam steigern und auf das Bauchgefühl hören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Plus: eine ballaststoffreiche Kost erleichtert das Halten eines stabilen Gewichts, und Übergewicht korreliert bei manchen mit stärkeren Entzündungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist Mallorca Akne?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">„<strong>Mallorca Akne</strong>“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für <strong>Akne aestivalis</strong> – einen akneähnlichen Ausschlag, der vor allem <strong>nach intensiver Sonne</strong> auftritt. Typisch sind viele gleichförmige, oft juckende Papeln und kleine Pusteln an Schultern, Oberarmen und Dekolleté; echte Mitesser fehlen. Auslöser ist meist die Kombination aus UV-Strahlung und bestimmten Fetten/Emulgatoren in Kosmetika oder Sonnenpflege.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist Neugeborenen Akne?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Neugeborenen-Akne (Akne neonatorum)</strong> zeigt sich in den ersten Lebenswochen mit kleinen Papeln und Pusteln, vor allem an den Wangen. Sie entsteht vermutlich durch vorübergehende hormonelle Einflüsse und die Reifung der Talgdrüsen. Einer Behandlung bedarf es meistens nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sollte man Pickel ausdrücken?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: <strong>lieber nicht</strong>. Beim Drücken gelangen Bakterien und Talg tiefer ins Gewebe, die Entzündung nimmt zu, und es steigt das Risiko für Narben und dunkle Flecken. Besonders Knoten und tiefe, schmerzhafte Läsionen sollten niemals manipuliert werden.</p>



<h2>Quellen und Studien</h2>

<ol>
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    Reynolds R. V. et al.:
    <em>Guidelines of care for the management of acne vulgaris.</em>
    Journal of the American Academy of Dermatology, 2024.
    <a href="https://www.jaad.org/article/S0190-9622%2823%2903389-3/fulltext" target="_blank" rel="noopener">JAAD</a>
  </li>

  <li>
    American Academy of Dermatology:
    <em>Acne clinical guideline.</em>
    Guideline highlights, 2024.
    <a href="https://www.aad.org/member/clinical-quality/guidelines/acne" target="_blank" rel="noopener">AAD</a>
  </li>

  <li>
    NICE:
    <em>Acne vulgaris: management.</em>
    NICE Guideline NG198, published 25 June 2021, last reviewed 30 April 2026.
    <a href="https://www.nice.org.uk/guidance/ng198" target="_blank" rel="noopener">NICE</a>
  </li>

  <li>
    NICE:
    <em>Acne vulgaris: management – Recommendations.</em>
    <a href="https://www.nice.org.uk/guidance/ng198/chapter/recommendations" target="_blank" rel="noopener">NICE Recommendations</a>
  </li>

  <li>
    National Institute for Health and Care Excellence:
    <em>Acne vulgaris: management.</em>
    NCBI Bookshelf, updated 2023.
    <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK573056/" target="_blank" rel="noopener">NCBI Bookshelf</a>
  </li>

  <li>
    AWMF:
    <em>S2k-Leitlinie Therapie der Akne.</em>
    AWMF-Registernummer 013-017, Leitlinienvorhaben in Aktualisierung.
    <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-017" target="_blank" rel="noopener">AWMF-Leitlinienregister</a>
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    Nast A. et al.:
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</ol>
<p>Der Beitrag <a href="https://vitalportal.net/haut/hauterkrankungen/akne/">Akne: Ursachen, Formen und Behandlung</a> erschien zuerst auf <a href="https://vitalportal.net">Vitalportal.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rosacea: Symptome, Ursachen und Behandlung</title>
		<link>https://vitalportal.net/haut/hauterkrankungen/rosacea/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Heinz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2025 18:55:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Hauterkrankungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bullshitfrei.de/?p=764</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rosacea zählt zu den häufigsten chronischen Hauterkrankungen des Gesichts. Nachfolgend erfährst du, was derzeit über die Ursachen, Diagnose und Symptome bekannt ist, welche Behandlungsoptionen es gibt und wie sich die Ernährung auf Rosacea auswirken kann. Außerdem beantworten wir Fragen zu möglichen Spätfolgen und welchen Einfluss Hormone auf Rosacea haben können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vitalportal.net/haut/hauterkrankungen/rosacea/">Rosacea: Symptome, Ursachen und Behandlung</a> erschien zuerst auf <a href="https://vitalportal.net">Vitalportal.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Autorin</strong>: Katharina Heinz (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA), Ernährungsberaterin und Pharmazieökonomin</em>)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Inhaltliche Qualitätssicherung</strong>: <a href="https://vitalportal.net/ueber-uns/">Dr. rer. nat. Till Schumacher (Apotheker)</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Disclaimer</strong>: Der nachfolgende Beitrag dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und kann weder eine individuelle ärztliche Beratung noch eine ärztliche Diagnostik ersetzen. Im Falle von Beschwerden sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rosacea </strong>zählt zu den häufigsten chronischen Hauterkrankungen des Gesichts. Nachfolgend erfährst du, was derzeit über die <strong>Ursachen</strong>, <strong>Diagnose</strong> und <strong>Symptome</strong> bekannt ist, welche <strong>Behandlungsoptionen</strong> es gibt und wie sich die <strong>Ernährung</strong> auf Rosacea auswirken kann. Außerdem beantworten wir Fragen zu möglichen Spätfolgen und welchen Einfluss Hormone auf Rosacea haben können.</p>



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</style>
</style>

<div class="vp-glance-box">
  <h2>Rosacea: Auf einen Blick</h2>

  <div class="vp-glance-grid">
    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Was ist Rosacea?</strong>
      <p>
        Rosacea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vor allem
        das Gesicht betrifft. Typisch sind wiederkehrende Rötungen, Flushs,
        sichtbare Äderchen, Brennen, Stechen sowie bei manchen Betroffenen
        entzündliche Papeln und Pusteln.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Typische Auslöser</strong>
      <p>
        Häufige Trigger sind UV-Strahlung, Hitze, Kälte, Alkohol, scharfes Essen,
        heiße Getränke, Stress, Sauna, starke körperliche Belastung, aggressive
        Kosmetik, Peelings oder Kortisoncremes im Gesicht.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Wichtig zu wissen</strong>
      <p>
        Rosacea ist nicht ansteckend und keine Folge mangelnder Hygiene.
        Anders als bei Akne fehlen meist Mitesser. Auch die Augen können
        beteiligt sein, etwa durch Brennen, Trockenheit oder gerötete Lidränder.
      </p>
    </div>

    <div class="vp-glance-item">
      <strong>Behandlung</strong>
      <p>
        Die Behandlung richtet sich nach den sichtbaren Merkmalen und Beschwerden.
        Möglich sind Trigger-Management, konsequenter Sonnenschutz, milde Pflege,
        Metronidazol, Azelainsäure, Ivermectin, Doxycyclin, Laser/IPL oder
        augenärztliche Therapie bei Augenbeteiligung.
      </p>
    </div>
  </div>

  <div class="vp-doctor-box">
    <h3>Wann zum Arzt?</h3>

    <p>
      Dermatologischer Rat ist sinnvoll, wenn Gesichtsrötungen wiederholt auftreten,
      länger bestehen bleiben, brennen, stechen oder mit Papeln, Pusteln, sichtbaren
      Äderchen oder Hautverdickungen einhergehen. Auch Beschwerden an den Augen
      sollten ernst genommen werden, da eine okuläre Rosacea unbehandelt die
      Augenoberfläche reizen und in seltenen Fällen die Hornhaut betreffen kann.
    </p>

    <ul>
      <li>bei anhaltender Rötung an Wangen, Nase, Stirn oder Kinn</li>
      <li>bei wiederkehrendem Flush mit Brennen, Stechen oder Wärmegefühl</li>
      <li>bei Papeln und Pusteln ohne typische Mitesser</li>
      <li>bei sichtbaren Äderchen oder zunehmender Hautempfindlichkeit</li>
      <li>bei trockenen, brennenden, geröteten oder lichtempfindlichen Augen</li>
      <li>bei wiederkehrender Lidrandentzündung, Gerstenkörnern oder Fremdkörpergefühl</li>
      <li>bei knotiger Verdickung der Nase oder anderer Gesichtsbereiche</li>
      <li>bei Verschlechterung durch Kortisoncremes, Peelings oder viele Pflegeprodukte</li>
      <li>wenn Rosacea psychisch belastet oder zu sozialem Rückzug führt</li>
    </ul>

    <p class="vp-doctor-note">
      Zeitnahe ärztliche Hilfe ist wichtig bei starken Augenschmerzen,
      plötzlicher Sehverschlechterung, starker Lichtempfindlichkeit, einseitiger
      schmerzhafter Rötung des Auges, Eiter, Fieber, rascher Gesichtsschwellung
      oder unklaren, schnell zunehmenden Hautveränderungen. Solche Beschwerden
      sollten nicht als gewöhnlicher Rosacea-Schub eingeordnet werden.
    </p>
  </div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Rosacea: Ursachen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rosacea ist eine <strong>chronisch-entzündliche Hauterkrankung</strong>, deren Entstehung als multifaktoriell gilt. Eine <strong>erbliche Veranlagung</strong>, eine <strong>Überempfindlichkeit der feinen Blutgefäße</strong> im Gesicht und eine <strong>Dysregulation des angeborenen Immunsystems </strong>spielen zusammen. Typisch ist eine ausgeprägte Gefäßreaktivität: Die Gefäße erweitern sich leichter und länger als üblich – sichtbare Rötungen und wiederkehrendes „Flushen“ sind die Folge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <strong>Entzündungsbotenstoffe </strong>sind beteiligt. Bestimmte antimikrobielle Peptide (z. B. Cathelicidin) werden bei Rosacea-Patienten anders gebildet und fördern Entzündungen. Außerdem findet man häufiger eine Besiedelung mit <strong><a href="https://www.kosmetikfuchs.de/magazin/demodex-milben-unsichtbare-gaeste-auf-ihrer-haut/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demodex-Milben</a></strong>; nicht als Ursache im Sinne einer Ansteckung, aber als möglicher Verstärker der Entzündungsreaktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Äußere Trigger können die Erkrankung anstoßen oder Schübe auslösen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>intensive Sonne/UV, </li>



<li>starke Hitze oder Kälte, </li>



<li>scharfes Essen, </li>



<li>Alkohol, </li>



<li>sehr heiße Getränke, </li>



<li>Stress, </li>



<li>starkes körperliches Training, </li>



<li>Saunagänge. </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem können reizende Kosmetika, Peelings, aggressive Reinigungsmittel und eine langfristige (!) Anwendung starker Kortisoncremes im Gesicht Rosacea verschlechtern oder eine steroidbedingte Rosacea provozieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als <strong>Risikofaktoren für Rosacea</strong> gelten ein <strong>heller Hauttyp</strong>, ein <strong>Alter zwischen etwa 30 und 60 Jahren</strong> sowie eine<strong> positive Familienanamnese</strong>. Frauen haben zudem insgesamt etwas häufiger entzündliche Verläufe, während knotig-verdickte Hautveränderungen (Phymata, z. B. Rhinophym an der Nase) eher bei Männern auftreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtig: Rosacea ist nicht ansteckend und keine Folge „schlechter Hygiene“!</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Rosacea: Diagnose</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diagnose wird in der Regel klinisch gestellt – also durch Anamnese und Blickdiagnose. Wegweisend sind eine <strong>anhaltende Rötung im mittleren Gesichtsdrittel</strong> (Wangen, Nase, Stirn, Kinn), <strong>episodische Hitzewallungen/Flushs</strong> und eine typische <strong>Trigger-Anamnese</strong>. Viele Betroffene berichten zusätzlich über Brennen, Stechen oder eine ausgeprägte Empfindlichkeit der Haut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Untersuchung achtet der Dermatologe auf <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Teleangiektasie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Teleangiektasien </a>(sichtbare Äderchen) sowie auf <strong>entzündliche Papeln und Pusteln</strong> – charakteristischerweise ohne Mitesser (Komedonen), was Rosacea von <strong><a href="https://vitalportal.net/haut/akne/">Akne vulgaris</a></strong> unterscheidet. Rosacea lässt sich zudem anch <strong>Subtypen </strong>einteilen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Rötung/Äderchen</strong> (erythematotelangiektatische Rosacea),</li>



<li><strong>Pickelchen </strong>(papulopustulöse Rosacea), </li>



<li><strong>Gewebeverdickungen </strong>(phymatöse Rosacea) und </li>



<li><strong>Augenbeteiligung </strong>(okuläre Rosacea). </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist, dass mehrere dieser Subtypen gleichzeitig bestehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusatztests sind selten nötig. Sie dienen vor allem dem Ausschluss anderer Ursachen von Rötung und Flush, etwa Kontaktdermatitis, periorale Dermatitis, seborrhoische Dermatitis, Lupus erythematodes oder – bei ausgeprägtem systemischem Flush – seltene internistische Ursachen. Bei Augenbeschwerden kann eine augenärztliche Mitbeurteilung sinnvoll sein. Hautabstriche oder <strong><a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/demodex-milben-und-ihre-bedeutung-fuer-gesichtsdermatosen-e68b3adc-141e-43e7-bbfe-b567ce81927c" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demodex</a></strong>-Nachweise werden nur in Sonderfällen durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Therapieplanung wird oft der Schweregrad dokumentiert, teils mit Fotoverlaufsdokumentation. Ein <strong>Trigger-Tagebuch</strong> (Was löst Schübe aus? Wie reagiert die Haut auf Produkte?) hilft zudem, die Behandlung zu personalisieren und Therapieerfolge messbar zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rosacea: Symptome</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Leitsymptome von Rosacea</strong> sind </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eine anhaltende, mittig betonte Gesichts­rötung, </li>



<li>Wärmegefühl,</li>



<li>episodisches Flushen, </li>



<li>feine, erweiterte Gefäße (Teleangiektasien). </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig klagen Betroffen zudem über Brennen, Stechen oder Jucken der Haut – selbst sonst gut verträgliche Hautpflegeprodukte können plötzlich reizen, weil die <strong>Hautbarriere </strong>empfindlicher ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der <strong>papulopustulösen Form</strong> treten zusätzlich entzündliche <strong>Papeln und Pusteln</strong> auf. Anders als bei Akne fehlen Komedonen (Mitesser). In Schüben kann es zu Schwellungen (Ödem), trockenen, schuppigen Arealen oder verdickten Plaques kommen. Längerfristig – besonders bei Männern – kann das <strong>Gewebe an der Nase</strong> <strong>knotig-verdicken</strong> (<strong><a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Rhinophym" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rhinophym</a></strong>).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Augen können mitbetroffen sein</strong>: Trockenheitsgefühl, Brennen, „Sandkorn-Gefühl“, gerötete Lidränder (Blepharitis) oder wiederkehrende Bindehautentzündungen sprechen für eine <strong>okuläre Rosacea</strong>. In seltenen, unbehandelten Fällen drohen Hornhautprobleme – deshalb sollten anhaltende Augenbeschwerden augenärztlich abgeklärt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nicht zuletzt belastet Rosacea psychisch</strong>. Sichtbare Rötungen und Schübe können Selbstwertgefühl, Job- und Sozialleben beeinträchtigen. Eine offene Ansprache, realistische Erwartungen an die Behandlung und – wenn nötig – psychosoziale Unterstützung sind Teil einer guten Versorgung.</p>



<h2>Rosacea einordnen: Beschwerden, mögliche Bedeutung und nächste Schritte</h2>

<table>
  <thead>
    <tr>
      <th>Beschwerde oder Muster</th>
      <th>Mögliche Einordnung</th>
      <th>Typische Hinweise</th>
      <th>Was sinnvoll sein kann</th>
    </tr>
  </thead>
  <tbody>
    <tr>
      <td>Anhaltende Rötung im mittleren Gesicht</td>
      <td>Erythematöse Rosacea</td>
      <td>Rötung vor allem an Wangen, Nase, Stirn oder Kinn; oft mit Brennen, Stechen oder Wärmegefühl.</td>
      <td>Trigger erkennen, konsequenter Sonnenschutz, milde Pflege und dermatologische Therapieoptionen besprechen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Wiederkehrendes plötzliches Erröten</td>
      <td>Flush-Symptomatik</td>
      <td>Schübe durch Sonne, Hitze, Alkohol, scharfes Essen, heiße Getränke, Stress oder Sport.</td>
      <td>Trigger-Tagebuch führen und individuelle Auslöser gezielt reduzieren, ohne unnötig viele Lebensmittel zu meiden.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Sichtbare feine Äderchen</td>
      <td>Teleangiektasien</td>
      <td>Feine rote Gefäße bleiben auch außerhalb akuter Schübe sichtbar.</td>
      <td>UV-Schutz und reizfreie Pflege; bei störenden Gefäßen Laser- oder IPL-Behandlung dermatologisch besprechen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Rote Knötchen und Pusteln ohne Mitesser</td>
      <td>Papulopustulöse Rosacea</td>
      <td>Akneähnliche Entzündungen, aber meist ohne Komedonen; häufig zusätzlich Rötung und empfindliche Haut.</td>
      <td>Nicht ausdrücken; Wirkstoffe wie Metronidazol, Azelainsäure oder Ivermectin ärztlich besprechen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Mitesser, fettige Haut und Pickel auch außerhalb der Gesichtsmitte</td>
      <td>Eher Akne vulgaris</td>
      <td>Offene und geschlossene Komedonen sind für Akne typisch und bei Rosacea meist nicht vorhanden.</td>
      <td>Dermatologisch abgrenzen lassen, weil Akne- und Rosacea-Pflege sich unterscheiden können.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Rötungen, Pusteln oder Brennen rund um Mund und Nase</td>
      <td>Mögliche periorale Dermatitis</td>
      <td>Oft nach sehr reichhaltiger Pflege, vielen Produkten oder kortisonhaltigen Cremes im Gesicht.</td>
      <td>Pflege nicht weiter ausbauen; dermatologisch abklären lassen und Kortison im Gesicht nicht eigenständig weiterverwenden.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Schuppung an Nasenflügeln, Augenbrauen oder Haaransatz</td>
      <td>Mögliches seborrhoisches Ekzem</td>
      <td>Fettige oder gelbliche Schuppen, häufig an talgdrüsenreichen Arealen.</td>
      <td>Abgrenzung zu Rosacea sinnvoll; Behandlung kann antimykotische oder entzündungshemmende Maßnahmen umfassen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Juckreiz, Ekzem oder Schwellung nach bestimmten Produkten</td>
      <td>Mögliche Kontaktdermatitis oder Kontaktallergie</td>
      <td>Reaktion tritt wiederholt nach Kosmetika, Sonnenschutz, Duftstoffen, Konservierungsstoffen oder beruflichen Kontaktstoffen auf.</td>
      <td>Auslöser meiden und bei Verdacht dermatologischen Epikutantest/Patch-Test besprechen.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Brennen, Stechen und starke Pflegeempfindlichkeit</td>
      <td>Sensible Hautbarriere bei Rosacea</td>
      <td>Selbst milde Produkte können zeitweise unangenehm sein; häufig verschlechtert durch Peelings, Alkohol, Duftstoffe oder häufige Produktwechsel.</td>
      <td>Minimalistische Routine: milde Reinigung, leichte Feuchtigkeitspflege, täglicher Sonnenschutz.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Trockene, brennende oder gerötete Augen</td>
      <td>Mögliche okuläre Rosacea</td>
      <td>Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit, gerötete Lidränder, wiederkehrende Gerstenkörner oder Bindehautentzündungen.</td>
      <td>Augenärztlich abklären lassen; Hautbefund und Augenbeschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Knotige Verdickung der Nase</td>
      <td>Phymatöse Rosacea, zum Beispiel Rhinophym</td>
      <td>Haut wird dicker, gröber und unregelmäßiger; häufiger bei Männern.</td>
      <td>Frühzeitig dermatologisch beraten lassen; je nach Ausprägung kommen Medikamente, Laser oder operative Verfahren infrage.</td>
    </tr>

    <tr>
      <td>Starke psychische Belastung durch sichtbare Rötungen</td>
      <td>Hoher Leidensdruck bei chronischer Hauterkrankung</td>
      <td>Scham, sozialer Rückzug, Unsicherheit oder Angst vor Schüben können den Alltag deutlich beeinträchtigen.</td>
      <td>Belastung offen ansprechen; Therapieziele, Abdeckprodukte und ggf. psychosoziale Unterstützung einbeziehen.</td>
    </tr>
  </tbody>
</table>



<h2 class="wp-block-heading">Rosacea: Behandlung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Basis jeder Rosacea-Therapie ist ein <strong>konsequenter Sonnenschutz </strong>und die <strong>Vermeidung von Triggern</strong>. Empfehlenswert sind täglich breitbandige UV-Filter (mindestens LSF/SPF 30, besser 50), idealerweise mineralische Filter (Zinkoxid/Titandioxid), plus möglichst Sonnenhut und Schatten. Die <strong><a href="https://vitalportal.net/gesichtscreme">Hautpflege </a></strong>sollte „sanft und simpel“ sein, also milde, parfumfreie Reinigung, keine mechanischen Peelings, reichhaltige Feuchtpflege mit Barriere-Stärkern (z. B. Ceramide, Glycerin, Niacinamid).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur lokalen Therapie der Entzündung und Papeln/Pusteln werden häufig &#8211; nach Absprache mit dem behandelnden Arzt &#8211; <strong>Metronidazol- oder Azelainsäure-Präparate</strong> eingesetzt; auch<a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2015-05/ivermectin-ein-insektizid-gegen-rosacea/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Ivermectin-Creme</a> ist wirksam gegen entzündliche Läsionen. Gegen anhaltende Rötung helfen zuden <strong>gefäßverengende Gele</strong>, diese wirken zwar rasch, aber zeitlich begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei <strong>mittelschweren bis schweren Verläufen</strong> kommen systemische Therapien hinzu, meist niedrig dosierte Tetracycline (z. B. Doxycyclin in anti-inflammatorischer Dosis). In <strong>schweren Fällen</strong> – insbesondere bei phymatösen Veränderungen – kann niedrig dosiertes Isotretinoin erwogen werden; dies erfordert <strong>engmaschige ärztliche Betreuung </strong>und darf <strong>während einer Schwangerschaft nicht verwendet</strong> werden! </p>



<h2 class="wp-block-heading">Rosacea: Ernährung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rosacea wird <strong>nicht durch „falsches Essen“ verursacht </strong>– und sie lässt sich auch nicht allein durch Diäten heilen. Ernährung kann aber Schübe begünstigen oder beruhigen, weil sie Gefäßreaktionen, Entzündungsprozesse und das Haut-Mikrobiom beeinflusst. Für viele Betroffene lohnt sich deshalb eine strukturierte, aber alltagstaugliche Ernährung. Wichtig ist hierbei die Individualität: Was bei einer Person starkes Flushen auslöst, bleibt bei anderen ohne Effekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Grundprinzip hat sich eine <strong>„entzündungsarme“ Kost</strong> bewährt: viel Gemüse, ausreichend Eiweiß, ballaststoffreiche Beilagen (für ein stabiles <strong><a href="https://vitalportal.net/gesundheit/darmflora/">Darmmikrobiom</a></strong>), hochwertige Fette (z. B. Olivenöl) und wenig industriell Verarbeitetes. Mäßige Portionsgrößen, möglichst kühle/handwarme Getränke statt brühend heißer, wenig Alkohol und Zucker – das ist die Basis, auf der du dann deine individuellen Trigger ein- oder ausschließt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Welche Lebensmittel sind bei Rosacea geeignet?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine mediterran geprägte, mild gewürzte Küche ist für viele Rosacea-Betroffene gut verträglich. Sie liefert reichlich Gemüse (z. B. Zucchini, Gurke, Blattgemüse, Karotten), schonend gegart oder lauwarm serviert. Obst ist willkommen, besonders wenig säurebetonte Sorten wie Beeren, Äpfel oder Birnen – in moderaten Mengen, <strong>damit der Blutzucker ruhig bleibt</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei <strong>Eiweißquellen </strong>punkten fetter Seefisch (Omega-3), mageres Geflügel, Eier sowie pflanzliche Alternativen wie Tofu, Tempeh oder Linsen/Kichererbsen (falls individuell gut verträglich). Frische Milchprodukte sind für viele okay; bei Sensitivität bzw. <strong><a href="https://vitalportal.net/gesundheit/laktoseintoleranz/">Laktoseintoleranz </a></strong>probiere laktosearme Varianten oder milde, naturbelassene Joghurts. (Fermentierte Produkte können bei manchen die Rötung verstärken – siehe unten –, müssen aber nicht per se problematisch sein.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als <strong>Kohlenhydratbeilage </strong>eignen sich Hafer, Vollkornreis, Quinoa, Kartoffeln oder Dinkel-/Vollkornnudeln. Hochwertige Fette – Olivenöl, Rapsöl – sowie kleine Portionen verträglicher Nüsse/Samen (z. B. Mandeln, Macadamia, Chia) unterstützen die Hautbarriere. Würze eher mit Kräutern (Petersilie, Basilikum, Oregano) statt mit scharfen Chilimischungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei <strong>Getränken </strong>sind Wasser, Schorlen mit wenig Fruchtsaft, lauwarme Kräutertees (Kamille, Rooibos, Pfefferminze) und moderater Kaffee meist gut – wichtig ist die Temperatur: nicht zu heiß. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, testet entkoffeinierten Kaffee oder wählt Tee mit wenig Teein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Auf welche Lebensmittel sollte man mit Rosacea verzichten?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Klassische, häufig berichtete Trigger sind <strong>Alkohol</strong> (insbesondere Rotwein), <strong>scharfe Gewürze/Chili (Capsaicin)</strong> und <strong>sehr heiße Getränke oder Speisen</strong>. Sie erweitern die Gefäße bzw. reizen die Nervenendigungen – Flush und verstärkte Rötung sind die Folge. Auch stark gewürzte, dampfend heiße Suppen oder Glühwein sind typische Auslöser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Betroffene reagieren zudem auf <strong>histaminfreisetzende </strong>oder <strong><a href="https://vitalportal.net/gesundheit/histaminintoleranz/">histaminreiche Lebensmittel</a></strong>. Dazu zählen gereifter Käse, lang gelagerter/geräucherter Fisch, Salami/Schinken, Sauerkraut, Sojasauce, Essig, Wein, Bier, Kombucha – sowie bei manchen Schokolade, Erdbeeren oder Zitrusfrüchte. Das bedeutet nicht, dass jeder histaminarm essen muss; doch wenn Flushs nach solchen Lebensmitteln auffällig sind, lohnt ein zeitweiliger Verzicht mit späterem Re-Test.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere mögliche Verstärker sind stark zucker-/fettreiche <strong>Ultra-Processed Foods</strong> (z. B. Süßgebäck, Energy-Drinks, Fast-Food), die Entzündungsprozesse begünstigen, sowie <strong>cinnamaldehydhaltige</strong> <strong>Lebensmittel </strong>(Zimt, Tomate, Zitrus, Schokolade) – nicht generell schlecht, aber für einige ein klarer Trigger. Auch Essig-/Chili-Lastiges (scharfe Asia-Saucen) oder hohe Mengen Koffein können sensible Personen triggern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Hat Rosacea einen Einfluss auf die Lebenserwartung?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: <strong>Nein.</strong> Rosacea ist eine gutartige, chronisch-entzündliche Hauterkrankung und verkürzt die Lebenserwartung nicht. Sie kann allerdings die Lebensqualität spürbar beeinträchtigen – durch sichtbare Rötungen, Brennen, Schübe und mögliche Augenbeschwerden. Das ist medizinisch nicht gefährlich, für Betroffene aber häufig belastend.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hat Rosacea Spätfolgen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unbehandelt kann Rosacea im Verlauf <strong>persistente Rötungen</strong> und <strong>sichtbare Äderchen (Teleangiektasien)</strong> hinterlassen. Bei einem Teil der Betroffenen verdickt sich das Gewebe – vor allem an der Nase (Rhinophym) –, was kosmetisch stören kann. Das sind keine „Narbenschäden“ wie bei Akne, sondern Umbauprozesse der Haut, die sich oft mit Laser- oder chirurgischen Verfahren verbessern lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Haben die Hormone einen Einfluss auf Rosacea?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Betroffene berichten über <strong>Zunahmen der Rötung rund um den Zyklus</strong>, in der <strong>Schwangerschaft</strong> oder während der <strong><a href="https://vitalportal.net/gesundheit/wechseljahre/">(Peri-)Menopause</a></strong>. Vermutet wird, dass hormonelle Schwankungen die Gefäßreaktivität („Flush“) und die Entzündungsneigung beeinflussen. Das macht Hormone nicht zur Ursache von Rosacea, erklärt aber, warum die Intensität der Symptome phasenweise variiert.</p>



<h2>Quellen und Studien</h2>

<ol>
  <li>
    Deutsche Dermatologische Gesellschaft, Berufsverband der Deutschen Dermatologen:
    <em>S2k-Leitlinie Rosazea.</em>
    AWMF-Registernummer 013-065, 2022, gültig bis 31.12.2026.
    <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-065" target="_blank" rel="noopener">AWMF-Leitlinienregister</a>
  </li>

  <li>
    Deutsche Dermatologische Gesellschaft, Berufsverband der Deutschen Dermatologen:
    <em>S2k-Leitlinie Rosazea – Kurzpräsentation / Leitlinienimplementierungshilfe.</em>
    <a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/013_D_Dermatologische_Ges/013-065kp_S2k_Rosazea_2022-02.pdf" target="_blank" rel="noopener">AWMF PDF</a>
  </li>

  <li>
    Clanner-Engelshofen B. M. et al.:
    <em>S2k guideline: Rosacea.</em>
    Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2022.
    <a href="https://epub.ub.uni-muenchen.de/106507/1/J%20Deutsche%20Derma%20Gesell%20-%202022%20-%20Clanner%E2%80%90Engelshofen.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>
  </li>

  <li>
    Hampton P. J. et al.:
    <em>British Association of Dermatologists guidelines for the management of people with rosacea 2021.</em>
    British Journal of Dermatology, 2021.
    <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33993465/" target="_blank" rel="noopener">PubMed</a>
  </li>

  <li>
    Schaller M. et al.:
    <em>Recommendations for rosacea diagnosis, classification and management: update from the global ROSacea COnsensus 2019 panel.</em>
    British Journal of Dermatology, 2020.
    <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7317217/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>
  </li>

  <li>
    Tan J. et al.:
    <em>Updating the diagnosis, classification and assessment of rosacea: recommendations from the global ROSacea COnsensus panel.</em>
    British Journal of Dermatology, 2017.
    <a href="https://academic.oup.com/bjd/article/176/2/431/6601814" target="_blank" rel="noopener">British Journal of Dermatology</a>
  </li>

  <li>
    Schaller M. et al.:
    <em>Rosacea treatment update: recommendations from the global ROSacea COnsensus panel.</em>
    British Journal of Dermatology, 2017.
    <a href="https://academic.oup.com/bjd/article/176/2/465/6601866" target="_blank" rel="noopener">British Journal of Dermatology</a>
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    Nguyen C. et al.:
    <em>Rosacea: Practical Guidance and Challenges for Clinical Management.</em>
    Dermatology and Therapy, 2024.
    <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10821660/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>
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    National Institute of Arthritis and Musculoskeletal and Skin Diseases:
    <em>Rosacea: Symptoms, Causes, and Risk Factors.</em>
    NIAMS, updated 2024.
    <a href="https://www.niams.nih.gov/health-topics/rosacea" target="_blank" rel="noopener">NIAMS</a>
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    <em>Rosacea – Management.</em>
    <a href="https://cks.nice.org.uk/topics/rosacea/management/rosacea/" target="_blank" rel="noopener">NICE CKS</a>
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    Ebbelaar C. C. F. et al.:
    <em>Topical Ivermectin in the Treatment of Papulopustular Rosacea: A Systematic Review of Evidence and Clinical Guideline Recommendations.</em>
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    <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6109029/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>
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    Shaheen E. A. et al.:
    <em>The efficacy and safety of minocycline, metronidazole, azelaic acid and ivermectin for papulopustular rosacea: a systematic review.</em>
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    <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11979399/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>
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    <em>New developments in the treatment of rosacea – role of once-daily ivermectin cream.</em>
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    <a href="https://www.dovepress.com/new-developments-in-the-treatment-of-rosacea-ndash-role-of-once-daily--peer-reviewed-fulltext-article-CCID" target="_blank" rel="noopener">Dove Medical Press</a>
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    Mohamed-Noriega K. et al.:
    <em>Ocular Rosacea: An Updated Review.</em>
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    <em>Meta-Analysis of the Efficacy of Intense Pulsed Light and Pulsed Dye Laser in the Treatment of Rosacea.</em>
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    Martignago C. C. S. et al.:
    <em>Efficacy and safety of intense pulsed light in rosacea: a systematic review.</em>
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    <a href="https://ijdvl.com/efficacy-and-safety-of-intense-pulsed-light-in-rosacea-a-systematic-review/" target="_blank" rel="noopener">IJDVL</a>
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    Kim B. R. et al.:
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</ol>
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